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Zukunft braucht Energie

Berufe und Studiengänge für die Energiewirtschaft

Energieberufe in Deutschland
Nur wenige Branchen haben in den letzten Jahren ähnlich viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen wie der Energiesektor. Themen wie der Klimawandel oder die zur Neige gehenden fossilen Rohstoffe befeuerten die öffentliche Diskussion. Tatsache ist: Der deutsche Energiemarkt hat sich in den 13 Jahren seit seiner Liberalisierung stetig weiterentwickelt. Heute besteht die Branche aus weit über tausend Unternehmen. Schätzungen sagen voraus, dass hier bis 2020 mehr als eine halbe Million Menschen beschäftigt sein werden. Schon heute ist sicher: An talentiertem Nachwuchs besteht in Zukunft großer Bedarf.
Deutschlands Spitzentechnologie und seine gut ausgebildeten Fachkräfte sind weltweit gefragt. Der steigenden Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt nach Energieexpertinnen und -experten entspricht ein wachsendes Ausbildungsangebot: Universitäten, Fachhochschulen, Handwerkskammern, Berufsfortbildungswerke und regionale Ausbildungszentren arbeiten – oft zusammen mit Industrie- und Handelskammern – kontinuierlich an der Entwicklung neuer Studien- und Ausbildungsplätze.
Die Energiebranche bietet ein breites Spektrum an Berufen. Technische Arbeitskräfte sind dabei besonders gefragt und insbesondere Ingenieurinnen und Ingenieure mit unterschiedlichen Schwerpunkten, darunter Elektro-, Anlagen- und Energietechnik sowie Mechatronik und Umweltschutz. Ebenfalls begehrt sind Fachleute für die Rohstoffgewinnung, speziell Absolventinnen und Absolventen aus Geophysik, Chemie und Geologie. Aber auch im Energiehandel gibt es neue Entwicklungen und einen entsprechenden Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Gute Chancen für Betriebs- und Volkswirtschaft bietet die im Jahr 2000 gegründete und stetig wachsende Energiebörse European Energy Exchange (EEX). Sie erhielt 2009 den Zuschlag für den europäischen Handel mit Emissionsrechten – CO2-Zertifikate, Kohle und Erdgas werden hier angeboten.

 
Eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten
Industrie, Ingenieurbüros, Energieunternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden suchen gleichermaßen nach Energiewissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern. Die Arbeitsfelder sind so faszinierend wie vielfältig. So sind in Energieunternehmen die Bereiche Energieversorgungsplanung oder Energiehandel möglich. In Forschungsinstituten steht naturgemäß wissenschaftliches Arbeiten im Vordergrund. In Ingenieurbüros dreht sich alles um die Entwicklung neuer Verfahren und Prozesse zur Energiegewinnung und Energieeffizienz sowie um die Konstruktion von Kraftwerken aller Art.
Der Bedarf an Energiefachleuten wächst weiter – und dementsprechend verbessern sich die Ausbildungsmöglichkeiten ständig. Die Energiebranche sowie alle, die dort beschäftigt sind und sein werden, haben eine spannende Zukunft vor sich.
 
Wege in die Energiebranche
Vier verschiedene Bildungswege führen in die Energiebranche: die Ausbildung, das klassische und das duale Studium sowie die berufsbegleitende Weiterbildung.
Ausbildungsplätze vergeben Unternehmen üblicherweise direkt. Zu den zahlreichen Lehrberufen gehören unter anderem Servicetechniker/in, Elektroniker/in oder Gebäudetechniker/in.
Klassische Studiengänge werden von Universitäten und Fachhochschulen angeboten. Bachelorstudiengänge zu Energiesystemen und zum Energiemanagement gibt es an gut einem Dutzend deutscher Hochschulen. Im Bereich Energietechnik erwarten angehende Bachelors unterschiedliche Schwerpunkte: von der Energieumwandlung mit Hilfe von biologischen, physikalischen und chemischen Verfahren über den Transport von Energie bis hin zur ihrer Speicherung.
Die TU Bergakademie Freiberg bildet Studierende in „Umwelt-Engineering“ aus und an der FH Jena gibt es den Studiengang „Photovoltaik- und Halbleitertechnologie“. Masterabschlüsse im Energiebereich sind ebenfalls an zahlreichen deutschen Universitäten möglich. So zum Beispiel in Chemnitz: Die Hochschule bietet den Studiengang „Nachhaltige Energieversorgungstechnologien“ an.
Diese Abschlüsse ermöglichen eine Spezialisierung auf die naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Forschung in Bereichen wie Photovoltaik, Biomasse und Windenergieanlagen. Zu einem solchen „Energie-Master“ können junge Menschen auch an vielen anderen Hochschul­standorten werden.
 
Duale Studiengänge und Weiterbildungsmöglichkeiten
Ein weiterer Bildungsweg, der in die Energie­branche führt, ist der Dualstudiengang. Dieser unterscheidet sich von den gängigen Angeboten durch mehr Praxisnähe, die durch Kooperationen zwischen Hochschulen und Wirtschaft ermöglicht wird. Studierende setzen die Theorie aus Seminaren und Vorlesungen in Unternehmen direkt um. So sammeln sie bereits im Studium Erfahrungen im Berufsalltag.
Nicht zuletzt bieten auch berufsbegleitende Weiterbildungsangebote gute Einstiegsmöglichkeiten. Ein Beispiel ist das Bildungszentrum für Erneuerbare Energien in Husum. Das Institut hat auf die große Nachfrage nach Fachkräften schnell reagiert und bildet seit 2000 erfolgreich Servicetechniker im Bereich Windenergie aus. Wie auch an anderen Orten werden Weiterbildungsprogramme inzwischen in enger Zusammenarbeit mit den Bildungsträgern, den Industrie- und Handelskammern sowie den Mitgliedsunternehmen und -instituten entwickelt.


LSR

Studium Photovoltaik- und Halbleitertechnologie
an der FH Jena >>

Schulklassen aufgepasst!
Hier gibts Infos zur Forschungsbörse des Wissenschaftsjahres:
[www.zukunft-der-energie.de]

In Ingenieurbüros dreht sich alles um die Entwicklung neuer Verfahren und Prozesse zur Energiegewinnung und Energieeffizienz.

Technische Arbeitskräfte
und Fachleute für die
Rohstoffgewinnung sind
besonders gefragt.

 
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