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Eike (20)
»Für mich bedeutet Armut die Nichterfüllung von Primärbedürfnissen eines Menschen, also Nahrung, Wärme, den Schutz eines Daches über dem Kopf, Wasser und medizinische Versorgung. Ein wenig philosophischer gesehen, ist es aber auch arm, wenn man keine Liebe von Freunden, eines Geliebten oder wenigstens eines Tieres bekommt. Ich zähle Liebe also zu den Primärbedürfnissen. Man könnte jetzt auch sagen, dass Autisten arm sind, weil sie nicht richtig Liebe geben können, aber da sie die Welt anders wahrnehmen, brauchen sie Liebe wohl nicht so sehr. Schon ein Lächeln ist mit Liebe verbunden, die Liebe einer Mutter oder eines besten Freundes. Ohne das ist ein Mensch arm. So gesehen, zähle ich alle Menschen, deren Primärbedürfnisse nicht erfüllt werden, zu den Armen.«

 
Marcel (16)
»Ich definiere Armut als ein Defizit an materiellen und ideellen Werten. Für mich sind nicht nur die ohne Geld arm, sondern auch solche, die es „in den Arsch geschoben bekommen“. So ist es auch bei Leuten, die nicht mit Geld umgehen können, sich Freunde erkaufen oder auf andere zeigen und sagen, diese wären arm.«
 

Anna (15)
»Meiner Meinung nach gibt es zwei verschiedene Arten von Armut: die finanzielle und die seelische, wobei Erstere nicht so schlimm ist. Diese Menschen sind meistens trotzdem sehr freundlich und hilfsbereit, also sehr sozial. Arm sind für mich Menschen, die es sich nicht leisten können, dreimal am Tag zu essen, zu trinken oder sich täglich zu waschen. Seelisch arm sind die, die sich nicht in die Gesellschaft eingliedern können und unfreundlich sind.«

 

Maria (17)
»Armut bedeutet, dass Menschen so wenig Geld besitzen oder verdienen, dass sie sich lebensnotwendige Dinge nicht leisten können, wie z.B. eine Wohnung, Nahrung und Kleidung. Ich finde zwar, dass diesen Menschen geholfen werden muss, aber irgendwie wird um dieses Thema zu viel Wind gemacht. Dass ich z.B. wegen Spenden für die Erdbebenopfer in Haiti SMSen bekomme, ist dann schon ziemlich übertrieben.«

 

Mike (17)
»Armut bedeutet, sehr wenig Geld zu haben, kurz vorm finanziellen Aus zu stehen oder auf der Straße zu leben. Ich finde aber, dass es Armut nur im materiellen Sinne gibt. Wenn man sich keine „luxuriöseren“ Güter, wie z.B. Bus fahren leisten kann, zur Caritas oder bei Kindern zur „Arche“ geht, dann ist man arm. Auch Hartz-IV-Empfänger, die zwar oft nichts dafür können, Bettler, viele Kinder in Afrika und Asien und Drogenabhängige sind finanziell bedroht.«

 

Philipp (15)
»Als Armut würde ich den Mangel der Erfüllung von Primärbedürfnissen, wie einen Schlafplatz und Nahrung bezeichnen. Allerdings kann man beispielsweise auch arm an Freunden oder Liebe sein, was bedeuten würde, dass man etwas nicht besitzt, dessen Besitz eigentlich normal ist. Arm sein, ist meiner Meinung nach keine Schande, da man meistens für eine soziale Armut nichts kann. Hat man aber keine Freunde, weil man z.B. nach einer egoistischen Lebensweise lebt (z.B. nach LaVey), ist man zu Recht arm an Freunden und nicht nur das, sondern man ist nebenbei auch noch arm im Kopf. Ich denke nicht, dass man Armut verhindern kann, da es das Ergebnis des natürlichen Verhaltens ist.«

 
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