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Die wichtigsten Fragen zum Anschreiben

Warum überhaupt schreiben? Ich kann meinen Ausbildungswunsch doch auch telefonisch durchgeben!
Kurz, bündig, schriftlich: Daran führt beim Bewerben meist kein Weg vorbei. Mache übrigens dein Interesse, deine Absichten und Wünsche nicht zum Thema deines Anschreibens. Trage in der Hauptsache vor, was von der Faktenlage her für deine Ausbildungseignung spricht.

Was, wenn mir zu mir selbst nicht viel Gescheites einfällt?
Beim Anschreiben geht es weniger um dich persönlich. Du beantwortest darin Kernfragen: Ist dir klar, worauf du dich einlässt? Passen deine Voraussetzungen? Passt du in das Team? Machst du motiviert mit? Wirst du das Ganze durchhalten? Kann man’s dir zutrauen? Kann man dir vertrauen?

Die Muster-Bewerbungen, die wir abschreiben sollen, sind so frisch wie der Fisch vom letzten Freitag. Wie bringe ich da Leben rein?
Aus der Klamottenkiste zieht man kein taufrisches Anschreiben. Nicht abkaspern, neu schreiben! Auch wenn dein Deutschlehrer es nicht gut findet: Starte direkt nach der Briefanrede mit dem Top-Argument. Decke auf, was aus der Sicht eines Ausbilders am meisten für dich spricht. Beispiel:

Sehr geehrte Frau Dübeling,
neben meinem aktuellen Notendurchschnitt von 2,3 und meinen guten Leistungen in Englisch und Wirtschaft qualifizieren mich vor allem meine praktische Erfahrungen bei der Landmolkerei Wuttke in Schlauenberg und bei der Kreissparkasse Schlumpfenborn.

Obacht, mitlesende Lehrer: Bewerber benötigen wirklich keine Briefeinleitung. Sie brauchen Namen, Orte, Zahlen, Daten, Fakten!

Ich verstehe ja, dass es mehr bringt, wenn ich alle meine Lernleistungen plus meine erste Schülerjob-Erfahrung in die Bewerbung packe. Nur bin ich leider selber nicht der große Bringer. Was jetzt?
Notiere getreulich, was für dich spricht, auch wenn es dir selbst als fad, selbstverständlich und durchschnittlich erscheint! Schule: Leistungen, Noten, Arbeitsgemeinschaften, Projekte, Schülermitverantwortung, Schüleraustausch, Auslandsschulen. Job: Praktika und all das nach und neben der Schule, wofür du bezahlt wurdest. Außerschulisches Lernen: VHS, Sprachreisen, Computerkurse … Plus kirchliche, musische, soziale, sportliche, sonstige Freizeitaktivitäten innerhalb von Einrichtungen und Vereinen. Motto: Sprich es mutig aus, wenn etwas für dich spricht.

OK, nur wenn man das Anschreiben selbst textet, bringt man sich selbst voll ins Bild. Doch kriegen die Leute mit den Blabla-Anschreiben am Ende nicht genauso gut einen Ausbildungsplatz?
Erinner dich an das letzte Sportfest! Die Letzten kamen auch ans Ziel, aber die Ersten schäkerten bereits mit den Mädels. Auch wenn du auf dem Land wohnst, wo Korrektheit und Höflichkeit noch echte Werte sind: Das Anschreiben ist keine Sammlung von Höflichkeitsfloskeln, sondern eine knallharte Leistungsschau.

Wir sind doch noch Kinder! Kann man von uns Schulabgängern überhaupt Joberfahrung verlangen?
Du suchst deinen Ausbildungsplatz in der betrieblichen Wirklichkeit. Alles, was belegt, dass dir diese Wirklichkeit nicht fremd ist, ermöglicht oder vergrößert das Vertrauen in deine Praxistauglichkeit. Deshalb gilt ab dem 15. Lebensjahr das Lied der Job-Rapper: Egal, ob Bau oder Baumarkt oder Markthalle oder Hallenbau: Mach mit! Leg Hand an! Sei schlau!

Wie baue ich mein Anschreiben auf?
Dein Bauprinzip: Das Wichtigste zuerst! Lernleistungen. Praktische Erfahrung. Wissen und Können. Sinnvolle, am besten organisierte Freizeitaktivitäten. Dann Autoritätspersonen benennen, die positive Eigenschaften und persönliche Stärken bestätigen. Dann erst kurz begründen, weshalb du gerade diese bestimmte Ausbildung bei diesem einen Ausbilder leisten willst. Am Schluss freust du dich über einen Vorstellungstermin. Und fertig ist die Jägersoße!

Das Anschreiben ist doch ein Brief? Warum soll ich es dann nicht aufbauen wie einen Brief?
Klar, auf Papier hat das Anschreiben die Form eines Briefs. Zwischen höflicher Anrede und korrekter Grußformel steckt aber kein Brief, sondern ein kurzer Vortrag über deine Ausbildungseignung. Den kannst du auch als E-Mail verschicken, persönlich vortragen oder als Audio- oder Videobotschaft versenden.

Also: Nichts versprechen. Nichts beteuern. Nichts erklären. Sich nicht an den Ausbilder heranschmusen. Nur die eine Frage beantworten: Was befähigt mich besonders zu dieser beruflichen Ausbildung?
Der Lebenslauf nach oben ¬
Jeder hat einen starken Lebenslauf

Die Vorlage für ihren Lebenslauf hat Tonja in einem Deutschbuch gefunden. Beim Zusammenstellen der Daten hat sie sich gefragt, was für einen Sinn diese Angaben eigentlich haben. Ihr Lebenslauf kam ihr etwas nichtssagend vor.
Tonja hätte besser auf ihre innere Stimme gehört und ihren Lebenslauf nicht konventionell, sondern wirkungsvoll aufgebaut.
Ein paar Gestaltungsregeln für alle Bewerber, die mehr aus ihrem Lebenslauf herausholen wollen.

ÜBERSCHRIFT SPAREN.
Kein Lebenslauf braucht Lebenslauf als Titel.

FAMILIE SPAREN.
Ab der Volljährigkeit, oft schon ab 16, ist man alt genug und man hat selber genug geleistet, um allein für sich zu reden. Dass man den selben Beruf erlernen möchte, den schon die Mutter ausübt, ist natürlich ein starkes Argument: Der beste Platz dafür ist aber im Anschreiben.

HOBBYS SPAREN.
Nur bei Leuten, die überhaupt nichts im Leben machen, außer geboren zu werden und auf die Schule zu gehen, sind Hobbys irgendwie erhellend. Aber nur, wenn diese Leute in ihrer Freizeit Mofas reparieren und Mofa-Schlosser werden wollen. Viel stärker als zwei, drei banale Freizeitaktivitäten ist echtes Engagement: In der Schule, denn dort bringt man als Jugendlicher die Hauptleistung. Im Verein. Im musischen, sozialen, ehrenamtlichen Engagement. In Praktika und Ferienjobs. Darum statt HOBBYS oder INTERESSEN besser ENGAGEMENT bzw. MITGLIEDSCHAFTEN verwenden!

TIMES SPAREN.
Times und Arial sind die häufigsten Computerschriften. Mit einer Schriftalternative unterscheidet man sich schon von 99 % seiner Mitbewerber.

„BESONDERE“ KENNTNISSE SPAREN.
Forsche nicht nach deinen besonderen Kenntnissen. Notiere unter KENNTNISSE & FÄHIGKEITEN deine Sprachkenntnisse, deine EDV-Kompetenz und weiteres praktisches Know-how.

Ausbilder schauen nicht so sehr, ob ORT-DATUM-UNTERSCHRIFT vorhanden sind (Das ist nur Brauchtum ohne Funktion.) Die Kernfrage lautet: Lässt sich aus der Lern- und Lebensgeschichte ableiten, dass eine Person sich in der Zukunft bewährt? Darum ist der Lebenslauf keine Förmlichkeit und Pflichtübung, sondern eine genau kalkulierte Präsentation.
 
 
Bewerbungsgespräch nach oben ¬
Was spricht für Dich?

Tipps zum Bewerbungsgespräch
Das erste Vorstellungsgespräch löst Hektik aus wie die erste Party: Aufhübschen, Aufdressen, Angst abschütteln und sich ein paar Ziele setzen. Motto für die erste Party: Ich darf mich nicht blamieren. Vorsatz für das erste Interview: Alles wird gut.

Damit es gut läuft, mach Dir klar:

Das Vorstellungsgespräch dient nicht dazu, um sich über eine Ausbildung zu informieren. Es ist auch nicht dafür da, um sich gegenseitig kennen zu lernen. Es ist aus der Sicht des Ausbilders ein regelgeleitetes Auswahlverfahren. Das Ergebnis ist abzählbar. Am Ende gibt es Zusagen und Absagen. Für Dich ist jedes Interview eine echte Aufgabe. Du gehst diese Prüfung ebenfalls vorbereitet und nicht spontan an.
Deine Zielvorgabe: Erreiche, dass man Dir ein Ausbildungsangebot macht oder dass man Dich wenigstens in eine zweite Runde einlädt.

Stell dich darauf ein, dass du die volle Gesprächszeit durchstehen wirst

Sag Deinen Leuten, den Lieben zu Hause und allen, die es hören wollen, dass Du ein anstehendes Vorstellungsgespräch wirklich nur als Übung zum Aufwärmen ansiehst. Geh aber definitiv in keine Vorstellungsrunde, nur um das Auswahlverfahren zu trainieren. Trainieren wirst Du das allein, mit einem Übungspartner, vielleicht in der Klasse oder in einem Workshop.
Ein Interview ist kein Training. Es ist immer schon das entscheidende Spiel. Wenn Du vorher bereits annimmst, diese Ausbildung oder dieser bestimmte Betrieb kommen für Dich nicht in Frage, dann sei fair, sag das Gespräch ab oder geh gut vorbereitet in die erste Runde, um den Ausbilder dennoch von Dir zu überzeugen.
Jedes Interview ist der Ernstfall. Jedes verpatzte Gespräch wirft Dich zurück, wenn Du es nicht hinterher auswertest. Jedes gute Gespräch bringt Dich weiter, sofern Du es im Nachhinein noch einmal durchgehst und daraus für Deinen nächsten Bewerberauftritt lernst.
Die Einladung zum Vorstellungsgespräch oder zu einem Auswahltest erhältst Du, weil Deine schriftliche Bewerbung gut angekommen ist. Manchmal darfst Du vorbeikommen, weil jemand ein gutes Wort für Dich eingelegt hat. Du gehörst zur fixen Truppe und Du bist ein Vorbild für andere, wenn Du selbst persönlich oder telefonisch den Kontakt herstellst und eine Einladung erreichst.
Du hast einen Gesprächstermin erhalten. Damit hast Du die erste Sichtung überstanden. Du kommst ins Gespräch, doch die eigentliche Prüfung steht Dir noch bevor.
Das hast Du noch vor Deinem Interviewtag zu tun, um auch wirklich im Gespräch zu bleiben:

Informier Dich über den Ausbildungsbetrieb, über das Auswahlverfahren und wenn möglich auch über Deine Gesprächspartner.

Mach Dich mit den Inhalten und Zielen der Ausbildung, mit den einzelnen Ausbildungsabschnitten und mit den Anforderungen vertraut.

Vertief Dich in Deinen eigenen Lebenslauf und lerne, über die wichtigen Etappen, die Ereignisse und Einschnitte, über alle die besonderen Leistungen, Erfahrungen und Vorkommnisse informativ und anregend zu sprechen.

Trag zusammen, was andere Leute an positiven Urteilen über Deine Persönlichkeit und Deine Stärken abgegeben haben. Notiere Deine besonderen Qualitäten und schreib dazu, wann und unter welchen Umständen Du sie schon gezeigt hast.

Stelle Beispiele aus Deinem Leben zusammen, die belegen, dass Du zuverlässig bist, dass Du Ziele erreichst, dass Du vertrauenswürdig bist, dass Du Dich in Teams gut einfügst und dass Du – wie man im Geschäftsleben sagt – nach Treu und Glauben handelst.

Notiere drei, vier Hauptpunkte, die man sich von Dir merken soll, und überleg Dir, bei welchen Gesprächsthemen und Ausbilderfragen Du Deine Botschaft geschickt anbringen kannst.

Sammle Deine eigenen Fragen in einem Dokument und drucke Dir die Fragensammlung vor dem Gespräch aus.

Wie auf der ersten Party merkst Du, dass man Erfolg hat, wenn man freundlich ist, aufmerksam zuhört, Interesse nicht nur heuchelt und wenn man nicht angibt, blödelt oder besserwisserisch auftritt. Viel Glück!.
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Bewerbungsmappe nach oben ¬
Tipps zu Bewerberfoto & Bewerbungsmappe

Dein Bewerberfoto ist dein Werbefoto

ein Bewerberfoto sollte folgendes signalisieren: Du bist aus Erwachsenensicht nett, unkompliziert, mannschaftstauglich. Mach dir aber klar:
Das Bewerberfoto ist kein Passfoto. IDENTIFIZIERUNG ist nicht der Zweck. Es zeigt deine EIGNUNG.
Bring nicht rüber, wie du von deinem Kumpel gesehen werden willst. Bring dich so rüber, wie Vorgesetzte und Kollegen dich sehen wollen.
Dein Foto ist dein Werbemittel. Spar niemals an den Produktionskosten. Geh zum Profi und besteh drauf, dass er sich viel Zeit nimmt, um dich groß herauszubringen.

Dein Foto ist farbig, 6 x 4 cm oder größer. Querformat, wenn du aus dem Rahmen fallen willst. Besteh auch auf digitale Versionen – die du für die Bewerbung per Mail oder Online-Formular verwendest.
Nimm aus Prinzip kein Privatfoto. Sag aber auch dem Profi-Fotografen, du zahlst ihn nicht für 3-Minuten-Schnellschüsse. Du brauchst ein echtes Werbe-Foto in eigener Sache.


Je nachdem ob w oder m - zieh eine Kostümjacke oder einen Blazer bzw. ein Jackett an.
Darunter neutrale Bluse oder Hemd oder monochromes T-Shirt.
Du repräsentierst mit dem Outfit NICHT deinen Typ, sondern die Ausbildungsfirma.
M: Trag Krawatte, wenn du auch im Job eine trägst. W: Trag nicht zu dick auf.
Gleiche deine Frisur dem Haarschnitt von Normalos an.
Schau direkt in die Linse, so als fixierst du die Augen eines Gegenübers.
Mach die Augen groß: Augen etwas aufreißen – erstaunt schauen – weiße Fläche um die Pupille vergrößert die Augen. Der Fotograf soll dir Glanz auf die Augen zaubern!
Lächle offen und herzlich. Zeig immer Biss!
Wirf das Bild weg, wenn man dein Lächeln nicht sieht und versuchs noch mal.
Keine poppigen, dunklen, gemusterten Hintergründe!
Keine Glanzlichter, Spitzlichter, Lichtreflexe auf Nase, Stirn, Wangen, Kinn!
Ein Porträt reicht vom Kopf bis zum (imaginären) Krawattenknoten.
Verschieb den Termin, wenn du krank und müde aussiehst.

Das Foto prittstiftelst du rechts oben auf den Lebenslauf bzw. du montierst es in die Word-Datei. Verzichte auf ein separates Deckblatt. Für jedes Deckblatt stirbt ein Baum.


Was gehört in die Bewerbungsmappe?

Anschreiben und Lebenslauf + Foto sind unverzichtbare Bestandteile einer Bewerbung. Was du sonst noch beilegst, das kommt darauf an:

Papierbewerbung Ausbildung – Sparversion
Anschreiben + Lebenslauf mit Bewerberporträt + Kopie letztes Schuljahreszeugnis + Nachweis über Praktikum
Mailbewerbung Ausbildung – Sparversion
Anschreiben als E-Mail + Lebenslauf als angehängte Datei in den Formaten .doc, .rtf oder .pdf; Bewerberporträt in den Lebenslauf eingebunden. Zeugnis, Praktikumsnachweis als Bilddatei (.jpg) oder in Word eingebunden oder als PDF.
Papierbewerbung Ausbildung – Version de luxe
Anschreiben + Lebenslauf + Kopie letztes Schuljahreszeugnis + Nachweis über Praktikum + Empfehlungsschreiben + Nachweise über musische, soziale, sportliche Aktivitäten + Arbeitsproben, Erfolgsnachweise + Nachweise über Ferienjobs, Freizeitjobs + Nachweis über außerschulische Bildungsaktivitäten (Sprach- und Computerkurse, Maschinenschreiben …)
Mailbewerbung Ausbildung – Version de luxe
Wie Sparversion plus alle Nachweise und Belege in einer einzigen großen PDF- oder Worddatei.
Papierbewerbung Praktikum – Super-Simpel-Version
Anschreiben + Lebenslauf
Mailbewerbung Praktikum – Low Budget-Version
Anschreiben als E-Mail + Lebenslauf als angehängte Datei in den Formaten .doc, .rtf oder .pdf
Papierbewerbung Praktikum – Die volle Ladung
Anschreiben + Lebenslauf + je nach Fall und Umständen: Empfehlungsschreiben + Arbeitszeugnis, Nachweise Ferien-, Freizeitjobs

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Bewerbertest nach oben ¬
Tipps zum Bewerbertest

Mache den Test zu einem Fest

Tests sind keine Fallen. Es ist ja weder unüblich noch grausam, Fähigkeiten und Kenntnisse von Kandidaten abzufragen. Tests für junge Bewerber gehen auf die Intelligenz, auf die Begabung oder auf besondere Fertigkeiten ein. Im Grunde kreisen alle Bemühungen um die zentrale Frage: Wie fit bist du für den Job? Tests sind alles in allem Mittel, um sich ein bisschen mehr Klarheit zu verschaffen: Kann sich der Prüfling konzentrieren? Kann er seine Aufmerksamkeit und seinen Willen fokussieren? Versteht er Anweisungen, Informationen und Fragen? Kann er praktische Rechenaufgaben lösen? Kann er klar und präzise formulieren? Denkt er strukturiert? Zur aktiven Bewerbungsphase zählt das Durcharbeiten von Aufgaben aus mehreren Testbüchern. Beschränke dich nicht auf eine einzige Aufgabensammlung – du schießt dich sonst auf ein einziges Testschema ein.

Gehe in einen Test wie ein Sieger:

1 Nimm vor dem Testtermin keine Beruhigungsmittel ein. Absolutes Alkoholverbot! Pumpe aber wie ein Leistungssportler deinen Adrenalinspiegel hoch. Nur das garantiert fixes Denken.

2. Gehe am Vorabend nicht zu spät ins Bett. Solltest du nicht einschlafen können, stelle dir Testschäfchen auf Zahlenwiesen vor.

3. Lies beim Frühstück die Tageszeitung durch – so, wie du es schon die ganze Woche machst. Leute, die nach der Allgemeinbildung fragen, fragen oft das ab, was gerade in den Nachrichten hochgekocht wird.

4. Dusche bevor du das Haus verlässt und ziehe dich so an, als würdest du zum Festakt 100 Jahre Industrie- und Handelskammer gehen.

5. Erscheine 15 Minuten vor dem Termin am vereinbarten Ort, peile die Lage und spaziere zweimal um den Block.

6. Grinse während des Spaziergangs zwei-, dreimal wie ein Honigkuchenpferd. Bis weit über die Ohren hinaus. Natürlich darf dich kein Mensch dabei sehen. Ein paar Mal blöd, breit und glücklich grinsen, schüttet Glückshormone aus. Die brauchst du!

7. Während du im Vorzimmer wartest, entspanne dich und mache dir klar: Alle oder wenigstens die meisten Aufgaben sind lösbar.

8. Während die Aufgabenstellung erläutert wird: Übersetze alles simultan in einen Film. Sobald das Bild verschwimmt, frage nach.

9. Beim Studieren der Aufgaben: Identifiziere die Testfragen, die dir am besten liegen. Starte mit den Aufgaben, die dir leicht fallen. Was man hat, das hat man.

10. Schweißausbrüche, Zittern, Schwindel, Übelkeit. Angst ist ein ehrenwertes Gefühl. Du schwimmst wie in einer aufgewühlten See, die dich zu verschlingen droht. Halte dich am Steuerrad fest und fixiere den Blick strikt auf den Kompass. Das Steuerrad sind deine Testaufgaben, die Kompassnadel zeigt auf WEITERMACHEN.

Leistungssportler und Top-Manager konzentrieren sich voll auf ihren Auftritt. Sie spielen ihn vorher mental durch, so oft, bis sie ganz drin im Thema sind. Kein Profi, der nicht vorab seine Aufgaben übt.
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Praktikum nach oben ¬
Kurz, praktisch, gut: Dein Schülerpraktikum

Freu dich drauf: Dir steht noch jede Menge Arbeit bevor. Kinder schützt man zu Recht vor Kinderarbeit, doch der Jugend Arbeit vorzuenthalten, wäre kindisch und kurzsichtig. Falls du unter 15 Jahren bist, darf ein Arbeitgeber dich schon im Rahmen eines betrieblichen Schnupperpraktikums beschäftigen. Berufene Stellen können Leute deines Alters sogar zu einer arbeitstherapeutischen Maßnahme vergattern. Nach deinem 15. Geburtstag steht es dir frei, dich praktisch zu betätigen und durch eigenhändige Arbeit zu Wohlstand und Ansehen zu kommen – falls die maximal für Ferienjobs erlaubten vier Wochen im Jahr dazu ausreichen. Egal, wo du jetzt stehst, egal, wo du hinwillst: Dein Weg zielt auf die Arbeitswelt und falls er es nicht tut, hast du irgendwann ein Survival-Problem.
Mein Tipp: Warte nicht ab, bis dich dein Lehrer an einem heiteren Montag morgen mit den Worten „Und jetzt zum Thema Betriebspraktikum“ überrascht. Gib der Schule, was der Schule ist: Peil gute Noten an. Geh aber auch nach der Schule los und such dir Leute, die dich im positiven Sinn beschäftigen. Achte darauf, dass deine Leistung auch vergütet wird. Manche Praktika bringen dir zwar kein Geld ein, dafür aber ein Zeugnis und womöglich gute Kontakte.
Ein Küken braucht ein bisschen Mut und einen Ast, von dem aus es Probe starten kann. Mut hast du, ein Praktikum brauchst du. Im Nest reicht dein Blick nur bis zum Nestrand. Raus auf den Ast, schwirr ab und teste:

wie weit deine Kräfte reichen
in welche Richtung es dich zieht
wo du landen wirst
ob du gut mit berufstätigen Erwachsenen auskommst
ob du dich für etwas besonders eignest
ob du außerhalb des Biotops Schule schon lern- und überlebensfähig bist
ob du Leute triffst, die dir helfen, weiterzukommen
ob du einen guten Eindruck hinterlässt
ob du peinliche, schreckliche, spaßige, spannende, aufregende Abenteuer erlebst.

Die meisten, die es dir vorgemacht haben, berichten davon, wie wertvoll auf einmal das bisschen Geld wird, das einem ein freundlicher Praktikumsanbieter zugesteckt hat und für das man Stunde um Stunde malocht hat.
Praktika sind Testrunden für die betriebliche Ausbildung. Oder sie dienen als Fleißpunkte für Bewerbungen um einen Studienplatz oder für spätere Studi-Jobs. Aus bewerbungsstrategischer Sicht gilt: Zwei Praktika in der Schulzeit sind besser als eins und zwei nachgewiesene Praktika plus ein Ferienjob machen den Bewerber fast schon unwiderstehlich.
Es ist viel leichter, Leute dazu zu bringen, dass sie etwas für einen tun, wenn andere Leute das schon für einen getan haben und gut damit gefahren sind. Ausbilder räumen dir umso leichter einen Platz ein, je mehr andere Ausbilder dir schon Praktikumsplätze zugebilligt haben. Klar, denn der Erfolg kommt immer am leichtesten zu denen, die schon Erfolg hatten. Darum bringst du dich so früh es geht auf Erfolgskurs.

Geh früh ins Rennen
Natürlich reicht es aus, sich erst dann um ein Praktikum zu kümmern, wenn die ganze Klasse loslegt und insgesamt nicht mehr zu tun, als die Vorschläge bemühter Erwachsener abzunicken. Von hundert Leuten, die diese Seite lesen, zurrt einer sein Praktikum fest, noch bevor sein Lehrer das Thema überhaupt anschneidet. Diese Person wird auch später die Mitbewerber immer schlagen. Wie früh wirst du aktiv?

Geh shoppen
Ein Praktikum absolviert man nicht beim Betrieb um die Ecke, nur weil das so praktisch ist. Du kannst immerhin zwei Wochen lang einen anderen Ausschnitt der Welt sehen, auch wenn es die Arbeitswelt ist. Geh im Web nach Praktikumsplätzen shoppen. Gib in Google ein: Praktikumsplatz in Sachsen oder Schülerpraktikum Sachsen und folge den Links.

Sei kein Risikofaktor
Du bist auch während eines Praktikums in den Schulferien über die schulische Unfallversicherung bzw. die Berufsgenossenschaft des Unternehmens abgesichert – selbst wenn du Arbeiten erledigst, die man dir von Rechts wegen nicht hätte geben dürfen. Falls du vorsätzlich während des Praktikums etwas anstellst (wir möchten hier nicht ausmalen, was) wird sich der Betrieb an deine Erziehungsberechtigten halten. Klär mit ihnen ab, ob eine private Haftpflicht vorhanden ist.

Nimm was mit
Der Lohn für dein konstantes, verlässliches und eifriges Bemühen in einem Schülerpraktikum ist keine klingende Münze, sondern ein aussagefähiger und detaillierter Nachweis. Besteh auf einem Zeugnis, das alle deine Tätigkeiten auflistet und deine Befähigung, deine Arbeitsfreude und dein Sozialverhalten würdigt.

LSR
Nachschreiben nach oben ¬
Anschreiben? Nachschreiben!

Was spricht für dich? Was spricht dafür, gera-de dich zu nehmen? Was darf sich ein Ausbilder von dir und deinen Anstrengungen versprechen?
Diese unausgesprochenen Fragen hast du frank, frei und flott in deinem Bewerbungsschreiben beantwortet. Und in deinem Lebenslauf hast du deine Stärken aufgelistet. Diese Präsentation hat dich ins Gespräch gebracht. Zum Auswahlinterview hast du dich pünktlich eingestellt, dich proper vorgestellt, prachtvoll aufgestellt und insgesamt tapfer geschlagen. Und was machst du anschließend?
Egal, ob du dich still erholst oder dich mit Freunden austauschst: Du warst so schlau, die Ausbildungsleiterin um ihre Visitenkarte zu bitten. Du mailst ihr noch am selben Tag oder am nächsten Morgen ein Dankeschön. Das liest sich etwa so [Dankeschön]
So machst du es bei allen Betrieben, die dich eingeladen haben. Irgendwann kommst du nach Hause, die Mutter strahlt: Dein aktives Bewerberverhalten hat sich ausgezahlt! Gleich zwei Unternehmen wollen dich haben! Zugesagt ist leicht, doch wie formuliert man eine freundliche Absage? [Absage]

Und wie fasst man freundlich nach, wenn man vierzehn Tage nach einer Auswahlrunde noch keinen Bescheid erhalten hat? [Nachfrage]

 
 
Studienbewerbung nach oben ¬
Schnelleinstieg Studienbewerbung

Endlose Wanderungen über das weite, graue Feld der Theorie. Büffeln ohne jeden Praxisbezug. Wissensballast, den man im Jobleben nicht braucht: Falls dies dein Bild vom Studium ist, dann schau noch mal genau hin. Die Studiengänge von heute sind weit mehr als früher mit der Praxis verzahnt. Gleichzeitig stellen Arbeitgeber hohe Ansprüche an die formale Qualifikation der angehenden Fach- und Führungskräfte. Erste Schritte auf dem Karrierepfad können Nicht-Akademiker auch heute noch beschreiten, aber das spätere Studium ist in der Regel auch für Prak-tiker ein Pflichtbestandteil.

Plane früh oder such dir eine Zwischenstation
Vielleicht überwältigen dich bei der Studienplanung die tausend Möglichkeiten von A wie Abfallentsorgung bis Z wie Zukunftsenergie (Übersicht auf www.studieren.de). Als Abiturientin bzw. Abiturient gewinnst du Zeit zur Selbstbesinnung, indem du den Wehr- oder Zivildienst einschiebst oder dich für Freiwillige Soziale Dienste verpflichtest und ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bzw. ein Freies Ökologisches Jahr (FÖJ) absolvierst. Nutze diesen Aufschub, um dich im Freundeskreis nach Studienerfahrungen umzuhören, um in akademischen Einrichtungen zu schnuppern, um in den Ferien ein kurzes Industriepraktikum zu machen, um dich auch im Ausland umzusehen.
Verleg deine Studienplanung so weit nach vorn wie möglich. Das Jahr vor dem Abi verbringst du sinnvoll, indem du vormittags voll beim Unterricht bist, nachmittags am Baggersee für die Prüfungen lernst und an den freien Abenden im Web recherchierst. Die Fachstudienberatungen an den nächstgelegenen Hochschulen findest du im Internet. Mach einen Termin aus, fahre hin, lass dich vor Ort über den von dir bevorzugten Studiengang, die Abschlüsse, das Zugangsverfahren und über vergleichbare Möglichkeiten an anderen Hochschulen deines Bundeslands einweisen.
Du triffst auf freundliche Berater, die noch mehr strahlen, wenn du dir schon vorab die Web-Infos und die aktuellen Broschüren durchgearbeitet hast. Nimm dir Zeit, um über den Campus zu wandern. Schau dort rein, wo man dein Fach lehrt. Studier die Aushänge. Blättere in der nächsten Uni-Buchhandlung in der dort aufgestapelten Semester-Lektüre. Nimm Lesestoff von einem Dozenten mit, dessen Vorlesungen, Seminare, Übungen dich interessieren.
Klär vorab die Finanzierung: Sprich über ein mögliches BAföG mit deinen Eltern, über einen Bildungskredit mit deiner Bank. Kümmere dich früh um einen guten Studi-Job: Du brauchst das Geld. Außerdem ist jede berufspraktische Erfahrung später Gold wert. Recherchiere im Web (und frag doch auch deine Lehrer) nach Stipendien. Kläre Wohn- und Versicherungsfragen ab.

Informiere dich über die hochschulinternen Zulassungsbedingungen
Die Hochschulen haben für die scheinbar zulassungsfreien Studiengänge örtliche Beschränkungen definiert. Google dir die Homepages aller Unis, die für ein Studium in Frage kommen. Prüf die Eintrittsbedingungen. Mach dich mit den Modalitäten vertraut: Bis wann hast du was zu bringen? Bewirb dich an mehreren Studienorten.
Es bleibt dir nicht erspart, die genauen Zugangskriterien von Fach zu Fach und von Hochschule zu Hochschule zu recherchieren. Angehende Bauingenieure, Pädagogen, Ingenieure haben z. B. 13wöchige Vorpraktika zu leisten. Es ist nicht zu früh, wenn man zu Beginn des Abi-Jahres einen Praktikumsplatz zwischen Schule und Studium festzurrt. Der Test English as a Foreign Language (TOEFL) ist ein echter Tränentreiber: Hast du ihn für deinen Studienplatz nachzuweisen, dann wirst du dich am Riemen reißen müssen.
Je nach Fach prüfen Hochschulen gesondert die Eignung von Studierwilligen. Guter Wille allein reicht eben nicht aus für das Studium von Kunst, Design oder Sport. Viel Spaß beim Vorsprechen – den Termin vereinbarst du unbedingt zwei Monate vor dem 15. Juli bzw. dem 15. Januar. Für die Bewerbung um einen Platz braucht man diesen Eignungsnachweis.
Die Bewerbungsfristen für das Winter- oder Sommersemester sind absolut und nicht verlängerbar. Da man seine Bewerbung bei der ZVS (Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen) ebenso wie bei den meisten Hochschulen online einstellt, kann man den Nervenkitzel am 15.7. oder 15.1. dann bis zum Rechnerabsturz treiben.

Bleibe nicht am Numerus clausus hängen
Über den „Mangelverwalter“ ZVS wird der Zugang für Studiengänge mit genereller Zulassungsbeschränkung verteilt. Vor allem, da wo Life und Science zusammenstoßen, bei Biologie, Medizin, Pharmazie, Psychologie und Zahnmedizin, reguliert die ZVS den Bewerberstrom.
Ob du die Kriterien für eine Zulassung erfüllst, erfährst du direkt bei: www.zvs.de (nicht die Abkürzung von Zuteilung Vakanter Superstellen). Hier liest du nach, wie die aktuellen Beschränkungen für einzelne Fächer aussehen, wie ausgewählt wird, wie man sich bewirbt und wie hoch die individuelle Chance ist, über den Numerus clausus zu triumphieren. Wenn du zu den Besten deines Abi-Jahrgangs gehörst, lange genug auf eine Zuteilung gewartet hast oder einen besonderen Härtefall belegen kannst, hast du gute Karten.
Ein Fünftel der freien Plätze erhalten die Abiturienten mit dem besten Leistungsdurchschnitt. Ein weiteres Fünftel erhalten Bewerber mit einer ausreichenden Anzahl von Wartesemestern.
Den Einstieg in die aktuelle NC-Problematik erhältst du hier :
[www.zeit.de/2007/05/C-Zulassung-Hochschulen]

Bewirb dich regelkonform
Leg für die Uni-interne Selektion neben dem Formular auch einen tabellarischen Lebenslauf, ein Motivationsschreiben und die Nachweise über Praktika, Lernleistungen, Engagement und Joberfahrung vor. Sofern du zum Auswahl-Interview eingeladen wirst, steht deine Chance 1:3. Geh hin mit einer ausgearbeiteten Story deines bisherigen Werdegangs und mit klaren Vorstellungen, was dich zum Studium besonders befähigt. Verblüff die Kommission mit deinem Wissen über die tollen Profs, über die Geschichte und Besonderheiten der Hochschule und über das Fach, das du belegen willst.
Zur Immatrikulation brauchst du Kopien von Nachweisen. Lass sie an deiner Schule oder im Gemeindeamt beglaubigen!

Das bringst du mit:
Hochschulzugangsberechtigung – über Zeugniskopien
Lebenslauf – am besten mit Bewerberfoto
Nachweis über Eignungsprüfung
Nachweis über sprachliche Voraussetzung
Nachweis über betriebliche Ausbildung
Nachweis über Vor- bzw. Fachpraktikum
Beleg über Wehr-, Zivildienst,
Entwicklungsdienst
frankierter Riesenumschlag
aktueller Nachweis über die Krankenversicherung
falls erhalten: Bestätigung deiner Zulassung
Personalausweis oder Reisepass.

Erreiche gut dein Ziel
Die Hochschule ohne Abschluss zu verlassen, ist weit übler, als sie ohne ein tragendes Studienkonzept zu betreten. Lern konstant auf den Bachelor, den Master, den Magister oder auf das Staatsexamen. Die bisherigen Abschlüsse Diplom und Magister sind im vereinigten Europa Auslaufmodelle. Der Bachelor führt binnen 6 – 8 Semestern zur Berufsreife. Du toppst den Abschluss mit dem Master, für den du noch einmal 2 – 4 Semester veranschlagst. Mit der Einführung von Credit Points (CP) für einzelne Lernmodule ist die Einrichtung eines European Credit Transfer and Accumulation Systems verbunden. Der Abschluss ist dann nicht mehr wie bisher weitgehend von den Endleistungen abhängig. Zudem kann man seine Leistungen bei einem Hochschulwechsel mitnehmen. Außerdem sind sie im europäischen Maßstab leichter vergleichbar.
Mediziner, Juristen, Lehrer studieren bis zum Ersten Staatsexamen. In einer zweiten, berufspraktischen Phase wird dann das Zweite Staatsexamen und damit der vollwertige Abschluss erreicht.
Das Geheimnis der erfolgreichen Studienplatzbewerbung: Sich breit informieren, den Studienort ansehen, vor Ort mit den Leuten reden, die Bewerbungstermine im Kopf haben, die Unterlagen rechtzeitig zusammenstellen, sich auf Interviews und Eignungsprüfungen vorbereiten. Du brauchst dein großes, weites Studienfach nicht zu überschauen. Hab dennoch ein paar Gipfel im Kopf, die du erreichen, ein paar lohnende Felder, die du wissenshungrig beackern willst.

LSR
Berufsfindung nach oben ¬
Berufsfindung ist Selbstfindung

Schieb die Aufgabe nicht auf Eltern, Lehrer, Berufsberater ab. Kein Berater kennt deine eigenen Stärken und Grenzen, deine Ziele und Wünsche so sicher wie du!

Deshalb – mach zuerst den Talent-Check:
Markiere die Aktivitäten, für die du Zeit aufwendest und setz ein Kreuz, wo du ein gewisses Expertenwissen nachweisen kannst.

• Reparieren (Zweiräder, Computer, Geräte ...)
• Basteln
• Sport (welche Sportarten?)
• Tanzen (Ballett, Jazz Dance)
• Ein Instrument spielen
• Im Chor singen
• Gruppe leiten
• Musik: Charts, Künstler, Musikrichtung
• Film & Fernsehen
• Mode
• Geschichtliche Themen (Zeiten, Völker, Länder)
• Programmieren
• Chatten, bloggen, posten
• Schach

• PC-Spiele (welche?)
• Malen, zeichnen (am PC?)
• Fotografieren, filmen (Bildbearbeitung, Filmschnitt)
• Literatur: Autoren, Bücher, Comics
• Schreiben (Briefe, Geschichten, SMS)
• Physik (welche Themen?)
• Erdkunde: Kontinente, Länder
• Dritte Welt
• Politik
• Fremde Sprachen
• Religion, Philosophie
• Mineralien
• Tiere

Danach notierst du präzise, welche Erfolge und Leistungen du bereits erzielt hast.
Schreib alles hin, was dir einfällt: Turniere, Wettkämpfe, Aufführungen, Freizeiten, Events, Reparatur-, Bastelerfolge, schriftliche Arbeiten, Projekte, Jobs, Aufträge …

Verfolge deine Selbstanalyse weiter. Notiere deine Antworten auf diese Fragen
1. Auf welche Stärken kann ich bauen?
2. Wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich das tun:
3. Erstaunlicherweise kann ich das besser als andere:
4. Von dem, was Erwachsene beruflich machen, hat mich am meisten beeindruckt:
5. Dafür bin ich maximal untauglich:
6. Ich beschäftige mich am liebsten mit Leuten/mit Informationen/mit ?, denn:


Teile ein Frageblatt aus – an deinen Lieblingslehrer, an Freunde, an eine Person aus deiner Familie, die dich wirklich ernst nimmt und lasse dir Auskunft geben über dich. Auskunft über Max Mustermann ...
Was er/sie besonders gut kann/
Womit er/sie mich am meisten beeindruckt hat:
I n welchem Job ich ihn/sie mir gut bzw. nicht gut vorstellen kann:
Was er/sie als nächstes konkret tun sollte:

Erwachsene bauen in ihren beruflichen Rat oft ein, was sie selber in deiner Situation tun würden oder wie die Wirtschaft und der Jobmarkt sich ihrer Ansicht nach entwickeln werden. Hör auf die Stimme der Vernunft, aber unterdrücke nicht deine innere Vision.

Um die Ernsthaftigkeit seiner Absichten zu beweisen, wird man oft in Bewerbungsgesprächen gebeten, zu erklären, warum man sich für einen bestimmten Berufsweg entschieden hat.
Wenn einer von diesen Gründen auch auf dich zutrifft, dann liegst du in deiner Wahl goldrichtig.

Familientradition: «In unserer Familie sind alle Feinmechaniker oder Ingenieur. Wir haben eine Vorliebe für Werkzeuge und Maschinen.»
Vorbild: «Die beste Freundin meiner Mutter ist Geschäftsführerin. Ich war schon sehr früh von ihrer Power und ihrem Durchblick beeindruckt.»
Gesinnung: «Ich habe noch in der Schule angefangen, mich bei den Pfadfindern zu engagieren.»
Bestimmung: «Wenn einem der Beruf in die Wiege gelegt worden ist, dann mir. Schon meine Großeltern …»
Begabung: «Es ist mir selber gar nicht aufgefallen. Erst als meine Mathe-Lehrerin mir geraten hatte, mich für ein Praktikum bei ihnen zu bewerben, ging mir auf, wo meine Stärken liegen.»
Voraussicht: «Weil ich anfangs nicht wusste, was ich machen sollte, habe ich echt Marktforschung betrieben. Welches sind die Wachstumsbranchen der nächsten Jahre? Welches die interessanten Berufsfelder? Der gemeinsame Nenner war IT-Service.»
Nicht beeinflussen darf dich bei der Berufsfindung: Dass alle in deiner Gruppe das machen. Dass kein Kumpel das macht. Dass du den geliebten Heimatort nicht verlassen willst. Dass die Ausbildung lange dauert. Dass deine Eltern nicht kapieren oder schätzen, was du werden willst.
Vergiss nicht: Es gibt so vieles, was du tun kannst. Es gibt weit mehr Berufe, als du ahnst. Manche Leute schaffen sich sogar ihren eigenen Beruf. Verzweifle nicht, wenn du eine Zeitlang auf einem Floß aus Selbstzweifeln im Meer der Hindernisse treibst. Über dir ist der Jobhimmel. Dein Stern wird dich leiten.

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Kreativ bewerben

Leider findest du hier nicht all die witzigen Methoden erklärt, auf die immer die anderen kommen:
Plakatwand anmieten, Riesenfoto ankleben, die gewünschte Ausbildung und die Handy-Nr. anpinseln, Handzettel gestalten und in der Innenstadt verteilen, Bewerbungspräsentation auf CD-ROM brennen lassen, Lockvogel-Cover für CD-Hülle gestalten, öffentlich eine Belohnung ausloben für den, der eine Ausbildungsstelle weiß, lustiges PC-Programm schreiben und Bewerbung einbauen, Personality-Postkarten entwerfen, drucken und verschicken, pfiffigen Radiospot mixen und dem Lokalsender unterjubeln, Zwei-Minuten-Video produzieren und im Web einstellen, mit Kumpels samstags auf dem Marktplatz auftreten; Freundin verteilt Info-Flyer, während The Young Azubi Winners rapen und singen; einen linken (neuen!!!) Socken der Bewerbung beilegen und schreiben: Den rechten erhalten Sie, wenn Sie mich einladen; Lebkuchenherz plus Bewerbungsmappe dem Ausbilder an den Kfz-Rückspiegel hängen; Blumenstrauß nebst Bewerbungsbeilage an die Frau des Meisters schicken; an das Ende des nächsten Newsletter seines Vereins ein Mini-Ausbildungsgesuch hängen; unter die Windschutzscheiben von Arbeitgeber-Karossen, die abends um die edelste Kneipe der Stadt, um das Rathaus oder andere Veranstaltungsorte herum parken, einen Gutschein über Praktikant-zum-Nulltarif schieben ...

Zugegeben, es ist oft schwer, sich bemerkbar zu machen und die Ausbilder zu erreichen. Kreative, ungewöhnliche oder außerordentlich witzige Ideen stehen aber nicht am Anfang deiner Ausbildungsfindung.

Identifiziere zuerst deine Ansprechpartner und geh dann direkt zu ihnen hin oder ruf sie an oder sende ihnen eine Mail oder schick einen Erwachsenen vor, der für dich den Kontakt herstellt (dafür sind die Großen erstaunlich gut).
Natürlich brauchst du so gut wie immer schriftliches Info-Material, das über dich Auskunft gibt und deinen Lern- und Leistungsanspruch unterstützt. Doch auch die sogenannten Bewerbungsunterlagen verlieren nur, wenn du Anschreiben, Lebenslauf und Mappe kreativ aufpeppst.

Die richtig schnellen und die richtig nützlichen Autos haben keinerlei Schnickschnack. Die wirklich fixen und tauglichen Azubis oder Mitarbeiter haben gar keine Zeit für Unterlagen-Tuning. Immer dann, wenn du am Deckblatt malst, vergeudest du Zeit. Immer dann, wenn du den Lebenslauf mit Illus oder Schmuckelementen anreicherst, spielst du nur herum.
Vielleicht hat die Welt den Werbe-Talk nie satt. Doch die Arbeitswelt kommt prima ohne aus –ohne all den Info-Müll, der heute Bildschirme, Schreibtische und Köpfe überflutet.

Cool bewerben heißt direkt anreden und sagen, was Sache ist.

Greif zu einer kreativen Kontaktmaßnahme, wenn du jemanden positiv überraschen und erst einmal entwaffnen willst. Leg dem innovativen Solarzellenfabrikanten ein solarbetriebenes Glühbirnchen zu deiner Bewerbung, damit ihm ein Licht aufgeht. Skizziere eine Schaufensterdeko für die Buchhändlerin, bei der du ein Praktikum machen möchtest und führ dich so ein. Ein bisschen Marketing ist immer erlaubt. Doch plustere nie deine Unterlagen auf. Vertrau den Fakten. Vertrau deiner bisherigen Leistung.
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Ausbildung: Vorbereitung auf den Reifetest

Zwei Klassenstufen tiefer sehen alle so aus und haben alle so einen unschuldigen Blick wie Dominik Schröder (noch 15 J.) aus Mockau-Süd. Doch verglichen mit den Leuten in seiner eigenen Klasse ist er – nun ja – einen Pumucklkopf kleiner und zudem noch etwas schwach auf der Brust. Deshalb ist ihm nicht wohl dabei, dass er bald vor die skeptischen Ausbilder treten wird. Die poltern ja immer wieder laut über die mangelnde Ausbildungs- und Berufsfähigkeit von Schulabgängern. Sie werden ihn, wie er befürchtet, im Vorstellungsgespräch eher kritisch und von oben herab ansehen.

Jung wirken ist von Vorteil
Als Bewerber darf man ein bisschen kindlich aussehen. Man darf sich nur nicht kindlich geben. Überraschenderweise ist es für einen Bewerber eher von Vorteil, wenn er insgesamt noch ein bisschen jung wirkt. Jüngere, denken die Älteren, sind leichter zu lenken und zu formen. Wenn die Jugendsachverständigen von unreifen Ausbildungssuchenden sprechen, meinen sie dies:
• Unreife Bewerber wissen nicht recht, was sie wollen.
• Sie täuschen sich darüber, was auf sie zukommt.
• Und sie haben nicht drauf, was man in diesem Alter zu wissen und zu können hat.

Voll informiert über den Wunschberuf
Deshalb bist du als Ausbildungsfinder über den Wunschberuf, den Wunschbetrieb, die Ausbildungsinhalte und über die besonderen Anforderungen ja voll informiert. Du weißt, was an Aufgaben und Pflichten auf dich zukommen wird. Du bist sichtbar willig, bereit und zuversichtlich, dass du deinen nächsten Lebensabschnitt auch gut packen wirst.

Wissensfragen und Rechenaufgaben
Soweit, so gut. Du hast jedoch schon gehört, dass in Interviews und vor allem in den sogenannten Assessments, den Testrunden für Bewerber, nicht nur dein Gesicht studiert und dein Lebenslauf abgeklopft wird. Auf dich warten Wissensfragen aus Gesellschaft, Zeitgeschichte, Kulturleben, Wirtschaft, Wissenschaft, Technik und Geographie. Dass man als Ausbildungssuchender mit Rechenproblemen wie Textaufgaben oder symbolisches Rechnen traktiert wird, kannst du dir gleichfalls ausrechnen. Je nach Ausbildungsrichtung erwarten dich auch Schaubilder von technischen Anordnungen, in denen sich die bei Freunden von Zahnrädern, Kraftpfeilen und Wassertanks so beliebten Technikaufgaben verstecken. Dann kommen oft noch die Gewusst-wie-Aufgaben der verbalen und nonverbalen Intelligenztests dazu.

Hilfe beim Wissensdefizitausgleich
Mit einer erfolgreichen Schulkarriere bist du darauf bereits fabelhaft vorbereitet. Kein Test für Schulabgänger fragt Wissen ab, das sich nur außerhalb des Unterrichts erwerben lässt. So gesehen, zahlt es sich für dich enorm aus, deine Lernanstrengungen in den letzten beiden Schuljahren zu vervielfachen. Viele private Dienstleister bieten dir Hilfe beim außerschulischen Defizitausgleich in den WSDK – Wer-soll-das-kapieren-Fächern. Clevere lassen sich auch in den Schulfächern an die Spitze bringen, wo sie schon ziemlich glänzen. Es gibt vor allem auch Non-Profit-Einrichtungen wie die Volkshochschulen, die Prüfungsvorbereitungen und themengenaue Vorbereitungen auf den Realschulabschluss anbieten.

Am Kompetenzprofil arbeiten
Sollte deine Schule mit dem Berufswahlpass arbeiten, dann mach mit, nimm ihn ernst und nutze jede Gelegenheit, an deinem Kompetenzprofil zu arbeiten und es von Lehrern, Beratern und Ausbildern begutachten zu lassen.

Test-Training
Wenn du deine schriftliche Bewerbung verschickt hast, ist es fast schon zu spät, dich mit Einstellungstests vertraut zu machen. Hol dir Bücher zur Testvorbereitung aus der Bücherei. Die Sparkassen (mit meinem Heft TEST-TRAINING) und andere Institutionen bieten kostenlose Übungshilfen an. Beispielaufgaben findest du auch im Internet. In Tests wird auf Rechenmethoden zurückgegriffen, die schon etwas länger her sind: Dreisatz, Prozentrechnung, Textaufgaben. Übe solange, bis du die Rechenaufgaben nebenbei beim Telefonieren sicher löst.

Allgemeinbildung ist gefragt
Unter Allgemeinbildung versteht man etwas anderes als triviale Pipapo-Fragen. TV-Bildung reicht nicht. Lies Einführungen, populäre Sachbücher und surfe auch im Web (zum Beispiel zu http://www.zeit.de/ bildungskanon/liste) Lies dich bis zu Bill Brysons Eine kurze Geschichte von fast allem durch.

Wortschatz erweitern
Alle Erfahrung zeigt, dass die Leute, die ein verschärftes Rechtschreibtraining am nötigsten haben, sich ein perfektes Schreibvermeidungsverhalten antrainieren. Ebenso zeigen Menschen, denen kein entsprechendes Wort für optimal oder relevant einfällt, nicht die geringste Neigung, ihren Wortschatz aktiv zu vergrößern. Da ist die Gefahr groß, dass man an nicht alltäglichen Aufgaben wie Sonne: Korona. Mond: ? (Planet, Universum, Finsternis, Halo, Korona) scheitert.

Tipps und Übungen
Tipps und Übungen für Auswahltests sowie Wissenswertes zu Assessment-Centern findest du auf www.planet-beruf.de, einem Info-Angebot unserer Bundesagentur für Arbeit. Die Vorteile aller deiner vorbereitenden Bewerbungsbemühungen: Bildung, Wissen, Rechenfähigkeit und Sprachkompetenz machen dich nicht nur für Ausbilder attraktiv!

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Online-Ausbildungsangebote nach oben ¬
Lehrstellen wie im richtigen Leben!

Das Web ist dafür da, die Dinge des Alltags leichter meistern zu können. Für Leute in deinem Alter also hauptsächlich zum Recherchieren, Shoppen, Chatten, Gamen, Tauschen, Stöbern und zum flinken Hoch- und Runterladen von allerlei Sachen. Findige Erwachsene stellen auch etwas andere Angebote ins Netz, in der Hoffnung, dass du darüber stolperst. Wirf einen Blick darauf, wenn du schon einmal online bist – schließlich möchte man ja damit nur dein Bestes!

Das Beste in deinem Alter ist, aus deinem Talent das Meiste zu machen. Dafür ist vielleicht keiner der Top-Ten-Ausbildungsberufe so richtig geeignet. Geh doch zu www.countdownonline.de sowie www.planet-beruf.de und blättere durch die vielen seltsamen, unbekannten, außergewöhnlichen Berufe, die dort vorgestellt werden. Sport- und Fitnesskaufmann? Holz- und Bautenschützer? Der erste Schritt zu attraktiven Jobs ist, dass man erfährt, dass es sie gibt!

Vielleicht möchtest du dich vom momentanen Angebot an Ausbildungs- oder Praktikumsplätzen inspirieren lassen? Die aktuellste Liste an Jobbörsen findest du auf http://www.crosswater-systems.com. Du wirst sie vermutlich hassen, denn sie ist unüberschaubar groß. Geh vielleicht gleich zu http://www.crosswater-job-guide.com/php_jobboards_anzeige/Jobboersen_010_Azubis_list.php und stöbere in den Spezial-Portalen für Schulabgänger. Teste die vielen Suchmöglichkeiten nach Berufen, Arbeitgebern, Ort, Aktualität des Angebots. Schau dir auch die offenen Praktikumsstellen an.

Es ist nie falsch, auf der Seite der Agentur für Arbeit zu verweilen: www.jobboerse.arbeitsagentur.de. Sie bietet das umfangreichste Angebot. Leute, die das meiste Glück bei der Ausbildungssuche in der Nähe des Heimatortes hatten, surften in Wirklichkeit bei der Handwerkskammer, www.ich-kann-etwas.de, bzw. der Industrie- und Handelskammer vorbei. Dort posten oft kleine, aber feine Firmen ihre offenen Stellen. Schulische Ausbildungsangebote sind für manchen eine prima Lösung. Diese sind hier verzeichnet: www.kursnet.arbeitsagentur.de.
Job- und Ausbildungsbörsen erlauben dir sehr oft, dein Profil, also deinen Lebenslauf oder eine ganze Bewerbungsmappe online zu erstellen und auf der Website zu speichern. Personaler können darauf zurückgreifen und durch das Angebot der Ausbildungssuchenden blättern. Manche Jobbörsen ermöglichen es, die eigene Online-Mappe einer offenen Ausbildungsstelle zuzuweisen. In der aktiven Suchphase ändern sich oft die Profildaten. Deshalb immer alle Online-Profile aktuell halten! Schick, dass man sich bei vielen Online-Vermittlern in eine Mailing-Liste eintragen kann. Der so genannte Lehrstellen-Agent verschickt automatisierte Benachrichtigungen zu neuen Angeboten – manchmal täglich mehrmals.
Zusätzlich kann man auf vielen Seiten kostenlos Ausbildungsgesuche aufgeben.

Auf den so genannten Azubitagen treffen sich die aktiven Schulabgänger mit den Talentscouts der Firmen. Solche Treffen und Messen finden meist in einem etwas größeren Rahmen statt. Auf www.azubitage.de findest du die aktuellen Termine in der Republik sowie Lehrstellenangebote.
Online sein, heißt neugierig sein. Besuche Firmenseiten, klick dich durch die Homepages von Handwerkern, Dienstleistern und sonstigen Unternehmungen. Vielleicht spricht dich eine Organisation, ein Betrieb besonders an. Ansprechpartner findest du in jedem Fall.

Nachdem man seinen Zielberuf und mögliche Ausbilder ermittelt hat, beginnt die heiße Phase der Selbstpräsentation. Schau dir bei dieser Gelegenheit die Bewerbungstipps im Web an – beachte aber, dass Musteranschreiben, die du selbst nichtssagend und pupslangweilig findest, auch keinen Ausbilder vom Drehstuhl reißen.
Die Agentur für Arbeit bietet ein seriöses Info-Angebot.

Ich würde immer auch die Infoseite formyourself.de besuchen – schließlich stammen die Tipps und Beispiele dort von mir, und mein Motto heißt: Gemeinsam schlagen wir die Schema-F-Bewerber!
Dort kann man sich auch meine kostenlose 80-Seiten-Broschüre STELL DICH DEM CASTING laden.

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Geld fürs Studium nach oben ¬
Geld fürs Studium

Bildung ist das einzige Mittel gegen Unbildung. Außerdem ermöglicht eine fundierte und hochwertige Bildung, deine Chance auf ein erfolg- und ertragreiches Berufsleben zu wahren. Alle Statistiken sagen, Akademiker verdienen mehr und sind weniger häufig arbeitslos als der Durchschnitt. Ein gefragter Abschluss und spezielles Wissen werden später auf dem Jobmarkt einen guten Preis erzielen.

Studieren heißt länger lernen und bedeutet oft, die finanziellen Mittel mehr zu strecken. Auch wenn du ungern kalkulierst: Zwing dich schon als angehender Studi, die erwartbaren monatlichen Ausgaben zu überschlagen. Verwalte später klug dein Budget. Mach dir die Kosten für Essen, Wohnen, Fahrt, Kleidung, Kommunikation, Lern- und Arbeitsmittel, Gebühren etc. transparent. Das schma­le Budget gehört zum Studium, wie der Beat zur Musik. Komm finanziell nicht aus dem Takt und spiel sicher auf der Klaviatur der Studienfinanzierung!

Allein dafür, dass es dich gibt, belohnt der Staat deine Eltern mit Kindergeld. Sie erhalten monatlich bis zu deinem 25. Jahr zwischen 184 und 215 Euro. Für einige nur Baby-Peanuts, für viele eine stattliche Leistung.

Reiche Eltern für alle, fordern Plakate an der FU Berlin. Solange nicht alle Eltern reich sind, gibt es zumindest BAföG. Abhängig vom Einkommen der Eltern, der Familiengröße und weiteren Faktoren errechnet das BAföG-Amt an deiner Uni-Stadt deine monatliche Förderung. Der aktuelle Höchstsatz liegt bei 648 Euro im Monat. Als Kind trickreicher Eltern kann man damit zum Beispiel ein Audi TT Coupé leasen (monatlich 560,14 Euro) und immer noch etwas für die spätere Rückzahlung beiseite legen. Im Regelfall gewährt der Staat die Hälfte des BAföG als zinsfreies Darlehen. Schlurf nicht durchs Grundstudium – dein Tempo und deine Leistungen werden vom Amt überprüft. Nicht nur deine Eltern hoffen, dass du bei der Wahl deines BAföG-finanzierten Studiums auch darauf achtest, dass die Kunst, die du erlernst, nicht brotlos ist. Wir alle wünschen, dass du später als Gutverdiener den Kreditanteil einmal Rate um Rate zurückzahlst.

BAföG plus 400 Euro klingt nicht schlecht. So viel darfst du abzugsfrei dazuverdienen. Jobben im Studium umfasst alles von schlecht bezahlter Aushilfe bis zum fair bezahlten Spezialisteneinsatz. Mach, was dir den besten Stundensatz bringt, was dir am meisten Spaß macht und was dich früh mit Fach- und Führungskräften zusammenbringt, die dir später beim Karrierestart vielleicht sogar helfen. Lass immer auch vom Arbeitgeber bescheinigen, was du alles gemacht und geleistet hast. Von manchen Absolventen erwarten Jobanbieter das Unmögliche: Geh jung ins Studium, komm nicht sehr viel älter wieder raus und sammle dabei so viel an einschlägiger Erfahrung, wie möglich.

Du bist vielleicht besonders begabt. Oder extrem engagiert, doch kein Mensch schlägt dich für ein Stipendium vor. Recherchier im Web nach Studienbeihilfen und bring dich selbst bei Stiftungen ins Spiel. Du studierst sowieso. Studier auch die Aushänge in den Fluren. Sprich ältere Semester an. Frag den Dozenten deines Vertrauens nach Geldbeihilfen fürs Studium und für Auslandsaufenthalte.

Abschluss in Sicht, doch die Mittel reichen nicht? Das Bundesverwaltungsamt rettet dich in dieser Lage mit einem günstigen Bildungskredit: Einmalzahlung oder bis zu 2 Jahre monatlich zwischen 100 und 300 Euro. Auch Finanzinstitute bieten Studienkredite und Studiendarlehen. Der Kreditbetrag wird in monatliche Zahlungen gesplittet, was dir nur recht sein kann. Alles auf einmal verdirbt nur deine Studienmoral.
Studierende der Uni Dresden nutzen den Studentenausweis zugleich als Fahrkarte. So ein Semesterticket ist ebenso wie das studentische Essensangebot ein Beispiel für die vielen Vergünstigungen, von denen du profitierst. Dank der unzähligen Studentenrabatte wird Kultur, Konsum und Kommunikation so günstig, dass manche am liebsten ewig studieren.

Kosten- und Nutzenrechner wählen das Studium mit Ausbildungsvergütung oder aber sie studieren bei der Bundeswehr. Dort wirst du ein paar Lernjahre hindurch dafür bezahlt, dass du weitere Lebensjahre der guten Sache dienst (und schlimmstenfalls mit dem Leben dafür bezahlst). Das duale Studium bringt dich von Anfang an rein in den Betrieb und belohnt dich später mit guten Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten.
Google selbst im Web nach den hier genannten Stichwörtern! Vergiss nicht, dass du auch ein eigenes Business starten kannst. Wann lässt sich schließlich eine coole Geschäftsidee besser realisieren, als mit ein paar guten Freunden in der Studier- und Probierphase des Lebens?

LSR

„Ist das nötige Geld vorhanden,
ist das Ende meistens gut.“
(Bertolt Brecht)
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