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Das Lernen der Zukunft

Die gesellschaftliche Entwicklung schreitet rasant voran. War es Anfang des 20. Jahrhunderts die Elektrizität, welche das Zusammenleben wesentlich beeinflusste, so erleben wir spätestens seit der Jahrtausendwende mit der digitalen Revolution einen ebenso großen Wandlungsprozess. So wurden in den vergangenen Jahren viele Prozesse im Berufsleben automatisiert, Wesentliches der Fabrikarbeit wurde verdrängt und heute wandeln sich die Anforderungen an die Arbeitnehmer durch intelligente Technologien ebenso. Diese Entwicklung darf die Schule nicht ausblenden! Und doch lernen wir die meiste Zeit in der Schule wie vor einhundert Jahren. Im Berufsleben benötigte Kompetenzen wie systematisches Denken und Teamfähigkeit können beim Frontalunterricht nicht berücksichtigt werden. Es braucht dringend eine Debatte über das Lernen der Zukunft. Gruppenarbeiten, Diskussionsrunden, multiple Formen der Selbsterarbeitung müssen in den Fokus der Schule von Morgen rücken. Heute können wir alle Informationen, die wir benötigen, mit wenigen Klicks im Internet recherchieren. Aber nachhaltige Persönlichkeitsqualifikationen, die durch den Wandel des Arbeitsmarktes wichtiger denn je sind, entstehen nur durch individuelle Förderung. Das kann Schule leisten, das muss Schule leisten.

LSR Sachsen

Leonard Kühlewind
Pressesprecher LandesSchülerRat Sachsen
[www.lsr-sachsen.de]


Wichtig sind Schulnoten, Arbeits- und Sozialverhalten

Wie Betriebe ihre Auszubildenden auswählen

Eine Befragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung an Betriebe mit Bewerber/innen mit mittlerem Schulabschluss (WZB) zeigt:

Schulnoten, Bewertungen des Sozialverhaltens und unentschuldigte Fehltage beeinflussen die Bewerberbewertung unabhängig von der Rekrutierungssituation. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Betriebe, die wegen fehlender Nachfrage nach den von ihnen angebotenen Ausbildungsstellen in einer schwierigen Rekrutierungssituation stecken, nach Durchsicht der schriftlichen Bewerbungsunterlagen grundsätzlich eher bereit sind, sowohl Bewerber mit guten als auch mit etwas schlechteren Voraussetzungen beim nächsten Auswahlschritt einzubeziehen. Dass Betriebe allerdings in solchen schwierigen Situationen grundsätzlich Abstriche bei ihren Auswahlkriterien machen und Bewerbern unabhängig von ihren schulischen Leistungen zu einem Vorstellungsgespräch oder Einstellungstest einladen würden, zeigt sich nicht. Offensichtlich sind diese Kriterien nach Einschätzung der Betriebe auch bei Problemen auf dem Ausbildungsstellenmarkt unverzichtbar für das erfolgreiche Absolvieren einer betrieblichen Ausbildung.

Die Studie liefert damit einen Erklärungsbaustein für die nach wie vor hohe Zahl unbesetzt bleibender Ausbildungsstellen.

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