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Ein Beitrag vom LandesSchülerRat Sachsen

SchneckentempoLSR SachsenWir fordern seit mehreren Jahren die Einführung des Bildungstickets in Sachsen, mit dem Schülerinnen und Schüler im ganzen Freistaat Bus, Straßenbahn und Zug fahren können.

Und wir glauben: Das geht nur, wenn das Ticket günstig ist und sachsenweit gilt! Unsere klare Forderung ist, dass Schülerinnen und Schüler für maximal 20 € im Monat fahren dürfen. Als Schülerinnen und Schüler sind wir auf Bus und Bahn angewiesen. Wer sich diese nicht leisten kann, hat schlechtere Bildungschancen. Mit dem Bildungsticket soll dann verbundübergreifend gefahren werden können, beispielsweise von Plauen bis nach Görlitz.

Die positiven Aspekte des Bildungstickets liegen auf der Hand:

  • gerechter Öffentlicher Personennahverkehr – alle bezahlen einheitlich 20 € im Monat
  • Einfachheit – keine separaten Tickets kaufen, ein Ticket das immer und überall gilt.
  • niedrige Kosten – wenig Geld – selbst für lange Strecken, gerade wenn man außerhalb der Großstädte zur Schule geht.
  • mehr Mobilität – Schülerinnen und Schüler können zur Schule und in ihrer Freizeit überallhin in Sachsen fahren, mehr Freiheit bei der Wahl der Schule oder auch wenn man seinem Hobby nachgehen möchte.

Doch die Verhandlungen zum Bildungsticket sind dieses Jahr erneut gescheitert. Denn Bus, Bahn und Tickets bilden in Sachsen fünf eigenständige Verkehrsverbünde, geleitet von den Landkreisen und kreisfreien Städten. Und diese Verbünde konnten sich nicht mit dem sächsischen Verkehrsministerium einigen – während wir als Schülerinnen und Schüler weiterhin auf’s Bildungsticket warten. Martin Dulig, Staatsminister für Verkehr, hat zwar vorgeschlagen, eine Landesverkehrsgesellschaft zu gründen und die Verkehrsverbünde abzulösen, jedoch benötigt dieses Vorhaben die Zustimmung der Landkreise, denen die Verkehrsverbünde gehören. Klar, dass die nicht zustimmen.

Und deswegen fühlen wir uns beim Bildungsticket so wie morgens an der Bushaltestelle: Man wartet auf etwas, was Verspätung hat, ohne zu wissen, wie lange es noch dauert. Fehlende Einigung der Verkehrsverbünde hin oder her – das Bildungsticket muss vorankommen. Es ist ein Projekt, das schon zu lange auf der Strecke bleibt. Seit mittlerweile fünf Jahren sollte es das Bildungsticket in Sachsen eigentlich schon geben. 2015 war das ursprüngliche Zieldatum. Jetzt ist es 2020, und ein Ergebnis ist nicht in Sicht. Als LandesSchülerRat werden wir weiterhin bei jeder Gelegenheit fordern, was für viele Schülerinnen und Schüler eine echte Verbesserung wäre: Ein günstiges Ticket, dass für alle Verkehrsmittel und überall in Sachsen gilt.

Kilian Crämer
Pressesprecher LandesSchülerRat Sachsen
Foto: Bobo (fotolia.com)


Die neuen IT-Berufe sind da!

neue IT-BerufeKaum eine andere Berufsgruppe ist so stark mit dem Thema „Digitalisierung“ verbunden wie die der IT-Berufe. Technische Neuentwicklungen in den Bereichen Hard- und Software, die zunehmende Digitalisierung von Arbeits- und Geschäftsprozessen sowie die wachsende Bedeutung von Datenspeicherung, Datenübertragung und IT-Sicherheit haben direkte Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat daher im Auftrag der Bundesregierung und gemeinsam mit den zuständigen Bundesministerien sowie den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis die Ausbildungsordnungen von vier dualen IT-Berufen überarbeitet. Dabei handelt es sich um die Ausbildungsberufe Fachinformatiker/-in, IT-System-Elektroniker/-in, Kauf­mann/Kauffrau für Digitalisierungsmanagement und Kaufmann/Kauffrau für IT-System-Management. Die neuen Ausbildungsordnun­gen treten am 1. August 2020 in Kraft.


Für die vier dualen Berufe gelten im Einzelnen folgende Neuerungen:

  • Der Ausbildungsberuf Fachinformatiker/-in mit seinen bisherigen Fachrichtungen Systemintegration und Anwendungsentwicklung wird um zwei neue Fachrichtungen Daten- und Prozessanalyse sowie Digitale Vernetzung ergänzt. Fachinformatiker/-innen der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse stellen die Verfügbarkeit sowie Qualität und Quantität von Daten sicher und entwickeln IT-Lösungen für digitale Produktions- und Geschäftsprozesse. Fachinformatiker/-innen der Fachrichtung Digitale Vernetzung arbeiten mit der Netzwerkinfrastruktur und den Schnittstellen zwischen Netzwerkkomponenten und cyber-physischen Systemen.
  • Beim Beruf IT-System-Elektroniker/-in wurden vor allem die elektrotechnischen Inhalte überarbeitet.
  • Kaufleute für Digitalisierungsmanagement (vormals: Informatikkaufmann/-frau) managen die Digitalisierung von Geschäftsprozessen auf der operativen Ebene.
  • Bei den Kaufleuten für IT-System-Management (vormals: IT-System-Kaufmann/-frau) liegt der Schwerpunkt auf dem Angebot und der Vermarktung von IT-Dienstleistungen sowie dem Management und der Administration von IT-Systemen

Für alle Berufe gilt übergreifend:

  • Die Themen IT-Sicherheit und Datenschutz werden deutlich ausgebaut.
  • Soziale und personale Kompetenzen rücken stärker in den Mittelpunkt.
  • Die gestreckte Abschlussprüfung wird eingeführt, bei der die Prüfung in zwei zeitlich voneinander getrennten Teilen stattfindet. Das bewährte Prüfungsinstrument „Betriebliche Projektarbeit“ wird beibehalten.

„Die neuen Ausbildungsberufe“, so BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser, „bieten der IT-Branche und allen anderen Wirtschaftsbereichen eine attraktive Möglichkeit, um die Herausforderungen der Digitalisierung mit selbst ausgebildeten Fachkräften aktiv anzugehen.“ In einem nächsten Schritt werde auch das IT-Weiterbildungssystem modernisiert, das den Absolventinnen und Absolventen der IT-Berufe weitere zukunftsträchtige Karriereperspektiven bieten soll. „Mit diesen attraktiven Beschäftigungs- und Karrieremöglichkeiten verbindet sich auch die Hoffnung, den nach wie vor eher geringen Anteil von Frauen in den IT-Berufen zu erhöhen.“

Text: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)/Foto: industrieblick (Stock.adobe.com)

Weitere Informationen im Internetangebot des BIBB unter www.bibb.de/neue-berufe

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