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Wie Sprachkenntnisse dabei helfen, Stellenbezeichnungen zu verstehen

Auf der Suche nach neuen beruflichen Möglichkeiten stößt man nicht selten auf komplizierte Stellenanzeigen, die völlig unverständlich sind, sogar, wenn die Englischkenntnisse bereits auf fortgeschrittenem Niveau sind. Der Grund dafür ist, dass sich neue Technologien außerordentlich schnell weiterentwickeln und die sozialen Netzwerke grundlegende Veränderungen in Lebensstil und Kommunikationsweise bewirken, wodurch Stellen geschaffen werden, die manchmal einen geradezu unübersetzbaren Namen haben. Babbel, der schnellste Weg eine neue Sprache zu lernen, erklärt hier 13 Berufsbezeichnungen mit den seltsamsten Namen.

Chief Data Officer

Es ist oft die Rede von Big Data, aber vielleicht ist dir trotzdem nicht ganz klar, was ein Chief Data Officer – oder CDO – tatsächlich macht. Ein CDO ist für die Erhebung und Verwaltung von Unternehmensdaten verantwortlich. Er/sie muss Qualität und Sicherheit der Daten gewährleisten und dabei das Beste aus ihnen herausholen, indem er/sie sie dazu nutzt, die Geschäftschancen seines/ihres Unternehmens zu erhöhen.

Internal Auditor

Er/sie ist für die Analyse der internen Vorgänge eines Unternehmens sowie für das Identifizieren möglicher Probleme oder unwirtschaftlicher Abläufe zuständig. Tatsächlich handelt es sich in vielen Fällen um eine Auswertung und Prüfung firmeninterner Systeme. Die Aufgaben des Internal Auditor umfassen, nach umfangreicher Analyse, die Auswertung der zur Lösung von Problemen einzusetzenden Strategien, um so das Management des betreffenden Unternehmens oder der Einrichtung zu optimieren.

Account Manager

Er/sie ist für die Pflege bestehender und Akquise neuer Kundenbeziehungen verantwortlich. Grob zusammengefasst ist dies die Aufgabe eines Account Managers, der für die Geschäftsentwicklung eines Unternehmens entscheidend sein kann. Seine/ihre Aufgaben kann er/sie in den verschiedensten Bereichen erfüllen, und auch seine/ihre Funktion variiert je nach Geschäftsbereich und umfasst verschiedene Nuancen und Eigenschaften: von Sales oder Informations- und Kommunikationstechnologie bis hin zu Public Relations.

WordPress Specialist

Diejenigen, die mit Begriffen wie Blogger und Influencer vertraut sind, wissen, dass WordPress eine der am meisten genutzten Plattformen für die Erstellung von Blogs und Webseiten ist. Ein WordPress Specialist ist ein Webdesigner, der sowohl für die Erstellung und Entwicklung von mit Content-Management-Systemen kompatiblen Themen/Motiven als auch für die Personalisierung und Erstellung neuer Inhalte zuständig ist.

Web Content Strategist

Damit die Inhalte einer Webseite Erfolg zeigen, darf nichts dem Zufall überlassen werden: Es braucht eine gut durchdachte Strategie. Diese zu erstellen ist die Aufgabe des Web Content Strategist, der entscheidet, wie, wo und wann Inhalte erstellt und über die sozialen Medien und verschiedene Internet-Plattformen verbreitet werden. Die Umsetzung dieser umfassenden Vision beruht auf intensiver Recherchearbeit und erfordert tiefgreifende Kenntnisse des Unternehmens, seiner Ziele und der Nutzer, an die sich das Unternehmen wenden möchte. Der/die Web Content Strategist ist nicht unbedingt derjenige/diejenige, der/die sich um alle technischen Aspekte wie die Redaktion von Texten, Bildern oder Videos kümmert, sondern seine/ihre Hauptaufgabe besteht darin, verschiedene Arten von Inhalt zu entwickeln, um einige Key Performance Indicators zu erreichen.

User Experience Specialist

Zu den Berufen, die seit Neuestem sehr gefragt sind, gehört der/die User Experience Specialist, der dafür verantwortlich ist, die Navigationserfahrung der Nutzer einer Webseite zu verbessern und Traffic auf der Seite zu erzeugen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der/die User Experience Specialist zum Beispiel das Verhalten der Nutzer, die die Webseite besuchen, analysieren und sicherstellen, dass die Seite und ihr Inhalt auf allen Endgeräten funktioniert.

Area Supply Manager

Der/die Area Supply Manager ist für die Logistik zuständig. Dies umfasst die verschiedensten Aufgaben, da Eingänge und Ausgänge des Warenstroms sowie die zugehörigen Daten verwaltet werden und ständig Austausch und Koordination mit den Produktions-, Vertriebs-, Sales-Abteilungen und dem Management stattfinden müssen.

Community Lead

Er/sie ist für die Planung und Durchführung aller Abläufe des Unternehmens zuständig, die der Akquise neuer Kunden und der Interaktion mit diesen dienen. In der Praxis umfasst dieser Arbeitsgebiet die Entwicklung von Projekten, mit denen potentielle Nutzer erreicht werden sollen, sowie die Optimierung von Prozessen und das Management dieser Projekte, mit dem Ziel, den Einflussbereich zu vergrößern. Außerdem verwaltet und pflegt ein Community Lead Partnerschaften mit anderen Unternehmen oder örtlichen Organisationen.

Personal Assistant

Dieser Job umfasst die ausschließliche Unterstützung und Assistenz eines Direktors, seines Teams oder einer bestimmten Unternehmenseinheit. Zu den Aufgaben zählt die Organisation des Terminkalenders, von Reisen, Geschäfts-Meetings und Terminen sowie die Pflege der Beziehungen zu Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern. Oft ist ein Personal Assistant in Entscheidungen, die Erstellung von Mitteilungen und die Präsentation der Geschäftstätigkeiten mit eingebunden.

Cool Hunter

Als „Trendjäger“ übersetzbar, kennen diesen Job in der Modewelt tatsächlich nicht viele. Der/die Cool Hunter reist um die Welt auf der Suche nach Trends und neuen Styles auf den Straßen der Großstädte. Die Mission besteht darin, zukünftige Trends aufzuspüren und so den Designern und großen Modeketten neue Ideen für ihre Kollektionen zu liefern.

Blockchain Developer

Seit Neuestem gibt es diese hochqualifizierte Position. Ein Blockchain Developer ist im Finanzbereich tätig und ist für die Entwicklung einer Blockchain zuständig, einer Liste von Datensätzen (ursprünglich für die Entwicklung der Bitcoins entwickelt und eingesetzt), anhand derer digitale Informationen verteilt, aber nicht kopiert werden können. Er/sie muss mit nicht-relationalen Datenbanken, den grundlegenden Open-Code-Blockchains sowie Grundlagen der Kryptographie vertraut sein. Außerdem sollte er/sie über gute Programmierkenntnisse und ein umfassendes Verständnis von Algorithmen und Datenstrukturen verfügen. Sein/ihr wirklicher Einfluss wird größtenteils verkannt, doch ist er/sie auch für die Entwicklung von „Intelligent Integrated Contracts“ und ihre Verteilung auf die Server zuständig.

Growth Hacker

Diese Stelle im Bereich Unternehmensentwicklung gibt es in Deutschland immer häufiger. Dennoch kennen diejenigen, die nicht bereits von ihr gehört haben oder in Start-Ups tätig sind, diese Bezeichnung vermutlich nicht. Der Begriff growth bezieht sich in diesem Fall darauf, dass es das einzige und wichtigste Ziel des Unternehmens ist, seinen Absatz zu fördern, während der Begriff hacking in diesem Zusammenhang mit seiner positiven Konnotation „über den Tellerrand hinaus“ oder „kreativ“ verwendet wird. In der Praxis ist ein Growth Hacker für die Entwicklung und Anwendung einer Geschäftsstrategie verantwortlich, in der Marketing und Datenanalyse miteinander verknüpft sind. Ziel des Growth Hackers ist es, Wachstum und Entwicklung des Unternehmens zu fördern, indem er/sie Marketing-Prinzipien und umfassende Produktkenntnisse anwendet und die entsprechenden Daten analysiert. Bald schon wird diese Position in all jenen Unternehmen oder Organisationen von entscheidender Bedeutung sein, in denen jede Abteilung synchron mit den anderen Abteilungen arbeitet, und wird dort Entscheidungen ausschließlich auf der Grundlage von Daten treffen.

Digital Prophet

Noch erscheint es etwas seltsam, eine Anzeige mit dieser Stellenbeschreibung zu lesen. Trifft man jedoch auf diese Bezeichnung, sollte man wissen, dass der „Digitale Prophet“ neue Trends in den dynamischen Märkten sowie in der stetigen Weiterentwicklung im digitalen Bereich ermittelt. Diese Stelle gibt es bereits, zum Beispiel ist David Shing der Digital Prophet des US-amerikanischen Unternehmens AOL.

Stellenanzeigen zu entziffern, Englisch oder eine andere Fremdsprache zu beherrschen und so die Karriere voranzutreiben sind alles Faktoren, die sich gegenseitig bedingen. Biagio di Leo, Country Manager Southern Europe bei Babbel, sagt hierzu: „Das Ziel unserer Marketingkampagnen hat mehr mit der Motivation als mit dem klassischen ‚Marketingkunden‘ zu tun: Manche möchten eine Sprache lernen, um sich auf Reisen im Ausland verständigen zu können, aber es gibt auch viele Menschen, die ihre Karriere vorantreiben möchten. Dem Team von Babbel ist es sehr wichtig, gezielt auf die Bedürfnisse der Nutzer einzugehen, vor allem der beruflich motivierten Nutzer: Fast 80 Prozent der von uns befragten Deutschen glauben, dass die Kenntnis einer Fremdsprache entscheidend für bessere Berufschancen ist.“

Mehr Informationen unter de.babbel.com


Null Euro gezahlt

5 Milliarden Euro. Das versprach die Bundesregierung den Bundesländern mit dem „Digitalpakt Schule“. Fließen soll das Geld in den Bereich, der wohl im Bildungssystem am meisten verschlafen wurde. Deutschland möchte unsere Schulen ins 21. Jahrhundert bringen und endlich digital aufrüsten. Das können die Bundesländer nicht allein bewältigen, gleichwohl haben viele Länder bereits umfangreiche Konzepte ausgearbeitet. So auch Sachsen – die Digitalisierungsstrategie Bildung des Kultusministeriums, an der auch wir als Landesschülervertretung beteiligt sind, liegt auf der To-Do-Ablage. Angekommen sind in den Bundesländern bisher übrigens Null Euro. Ganz so dringend scheint die digitale Revolution im Klassenzimmer dann doch nicht zu sein. An vielen Schulen in Sachsen gibt es noch den durch die verschiedenen Räume wandelnden Röhrenfernseher, den Polylux oder Overheadprojektor als Lehrmittel. Lehrer sind mit digitalen Whiteboards überfordert und holen lieber die 100 Jahre bewährte analoge Tafel hervor. Es fehlt an durchdachten und flächendeckenden Fortbildungsangeboten. Sollten die Themen „Fake-News“, „Filter bubble“ und der sichere Umgang mit der digitalen Welt allgemein mal im Unterricht angesprochen werden, ist das nur einem engagierten Informatik-Lehrer zu verdanken, aber definitiv nicht im Lehrplan vorgesehen. Dabei sollte doch gerade die Schule der Ort sein, der uns im Umgang mit digitalen Medien sensibilisiert. Zeit, dass Sachsen die Digitalpakt-Überweisung vom Bund erhält

LSR Sachsen

Leonard Kühlewind
Pressesprecher LandesSchülerRat Sachsen
[www.lsr-sachsen.de]

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