Erste eigene Wohnung: Was du als Azubi oder Student wissen musst
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Erste eigene Wohnung: Was du als Azubi oder Student wissen musst
Erste eigene Wohnung 2026: Kosten realistisch kalkulieren, die richtige Wohnform wählen und typische Anfängerfehler beim Einzug vermeiden.
Erste eigene Wohnung: Was du als Azubi oder Student wissen musst
Der Auszug von zuhause ist aufregend und teuer. Wer ohne Plan vorgeht, unterschätzt die Kosten und bereut es spätestens beim ersten Kontoauszug. Mit der richtigen Vorbereitung klappt der Schritt aber reibungslos.
Welche Wohnform passt zu dir?
Die günstigste Option für Einsteiger ist die Wohngemeinschaft. Ein WG-Zimmer kostet je nach Stadt zwischen 250 und 500 Euro im Monat. Du teilst dir Küche und Bad, hast aber sofort sozialen Anschluss und musst dich nicht allein um alles kümmern.
Studentenwohnheime sind noch günstiger, oft zwischen 200 und 400 Euro. Die Wartelisten können aber lang sein. Bewirb dich deshalb frühzeitig, am besten noch vor dem Schulabschluss.
Eine eigene Ein-Zimmer-Wohnung bietet volle Privatsphäre, kostet aber deutlich mehr. In mittelgroßen Städten liegen die Preise bei 400 bis 700 Euro, in Großstädten oft weit darüber. Dazu kommen Nebenkosten, Strom, Internet und Rundfunkbeitrag.
Kosten realistisch kalkulieren
Rechne beim Einzug nicht nur die Kaltmiete. Du brauchst in der Regel eine Kaution in Höhe von zwei bis drei Kaltmieten. Dazu kommen Erstausstattung, Umzugskosten und die ersten Nebenkosten-Rechnungen.
Ein realistisches Monatsbudget für eine WG in einer Mittelstadt sieht so aus: Miete und Nebenkosten zusammen rund 430 Euro, Lebensmittel rund 250 Euro, Mobilität, Handy und Internet rund 100 Euro. Für Freizeit und Unvorhergesehenes solltest du ebenfalls etwas einplanen.
Prüfe außerdem, ob du Anspruch auf Wohngeld oder Berufsausbildungsbeihilfe hast. BAföG-Empfänger können den Rundfunkbeitrag befreien lassen.
Die Wohnungssuche richtig angehen
Beginne die Suche früh. WG-Zimmer auf Plattformen wie WG-Gesucht sind oft innerhalb von Stunden vergeben. Bereite deine Bewerbungsunterlagen vor, bevor du anfängst zu suchen: SCHUFA-Auskunft, Einkommensnachweise oder eine Elternbürgschaft machen dich als Mieter attraktiver.
Beim Besichtigungstermin gilt: Schau dir die Wohnung genau an, stell Fragen zum Vermieter und zur Hausgemeinschaft. Ein schlechtes Bauchgefühl ist ein Warnsignal.
Was beim Einzug wichtig ist
Mach beim Einzug immer ein Übergabeprotokoll. Dokumentiere jeden vorhandenen Schaden mit Fotos und lass dir das Protokoll vom Vermieter unterschreiben. Das schützt dich, wenn du später ausziehst und die Kaution zurückfordern willst.
Melde dich innerhalb von 14 Tagen beim Einwohnermeldeamt um. Beantrage Strom und Internet so früh wie möglich. Der Internetanschluss kann zwei bis vier Wochen dauern.
Deine Rechte als Mieter kennen
Als Mieter hast du klare Rechte. Mängel meldest du dem Vermieter schriftlich. Bei erheblichen Beeinträchtigungen kannst du die Miete mindern. Die Kaution muss nach deinem Auszug verzinst zurückgezahlt werden.
Schau dir die Hausordnung an und halte dich daran. Ein gutes Verhältnis zum Vermieter ist Gold wert, wenn mal etwas kaputtgeht oder du kurzfristig Flexibilität brauchst.