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Selbstständig mit 16: So baust du dein erstes Business auf

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Selbstständig mit 16: So baust du dein erstes Business auf

Selbstständig mit 16 in 2026: Gewerbe anmelden, Steuern verstehen und erste Einnahmen erzielen, auch ohne volljährig zu sein.


Selbstständig mit 16: So baust du dein erstes Business auf


Du willst schon vor dem 18. Geburtstag eigenes Geld verdienen, und zwar nicht nur mit einem Nebenjob, sondern mit deiner eigenen Idee? Das ist möglich. Mit dem richtigen rechtlichen Rahmen und einer klaren Planung kannst du noch als Minderjähriger ein funktionierendes Kleingewerbe aufbauen.


Was du als Minderjähriger darfst


Bis 18 bist du beschränkt geschäftsfähig. Das bedeutet: Du kannst nicht einfach eigenständig Verträge abschließen oder ein Gewerbe anmelden. Du brauchst die Zustimmung deiner Eltern. In manchen Fällen muss auch das Familiengericht zustimmen, vor allem wenn du regelmäßig Geld verdienen willst.

Für einfache Alltagsgeschäfte brauchst du keine besondere Genehmigung. Nachhilfe geben, Fotos verkaufen oder kleine Dienstleistungen für Nachbarn: Das geht unkompliziert über dein Taschengeld-Paragraph.


Gewerbe anmelden in drei Schritten


Wenn du ein richtiges Gewerbe aufbauen willst, läuft das so ab. Zuerst beantragst du mit deinen Eltern beim Familiengericht die Genehmigung. Das Gericht prüft, ob deine Geschäftsidee sinnvoll ist und ob sie deine Schule oder Ausbildung nicht gefährdet. In der Praxis wird eine vernünftige Idee meistens genehmigt.

Danach gehst du zum Gewerbeamt. Die Anmeldung kostet zwischen 15 und 65 Euro. Als Einsteiger kannst du die Kleinunternehmerregelung beantragen. Damit brauchst du keine Umsatzsteuer auszuweisen, solange dein Jahresumsatz unter 25.000 Euro bleibt.

Im dritten Schritt meldet das Gewerbeamt dich automatisch beim Finanzamt. Dort bekommst du deine Steuernummer und wirst steuerlich erfasst.


Beliebte Ideen für junge Selbstständige


Digitale Dienste eignen sich besonders gut, weil du sie neben der Schule betreiben kannst. Webdesign für lokale Firmen, Social-Media-Betreuung, Online-Nachhilfe oder Content Creation auf YouTube und Instagram sind Bereiche, in denen Jugendliche regelmäßig Geld verdienen.

Wer lieber offline arbeitet, kann Haushalts- oder Gartenarbeiten anbieten, Smartphones reparieren oder Fotos bei Veranstaltungen machen.


Steuern und Buchhaltung verstehen


Als Schüler bist du in der Regel über deine Eltern krankenversichert. Das vereinfacht die Situation. Einkommensteuer zahlst du erst, wenn dein Jahreseinkommen den Grundfreibetrag übersteigt. Gewerbesteuer wird erst ab einem Jahresgewinn von 24.500 Euro fällig.

Halte deine Einnahmen und Ausgaben von Anfang an sauber fest. Eine einfache Tabelle reicht am Anfang aus. Wenn dein Umsatz wächst, lohnt sich ein Blick auf Buchhaltungstools.


Typische Fehler vermeiden


Viele Anfänger setzen ihre Preise zu niedrig an. Kalkuliere ehrlich, was deine Zeit wert ist. Ein weiterer häufiger Fehler: Verträge werden ohne Prüfung unterzeichnet. Lass wichtige Vereinbarungen lieber von einem Elternteil oder Vertrauenspersonen gegenlesen. Und vergiss die Steuererklärung nicht, sie ist Pflicht, auch wenn du noch jung bist.

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