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Auslandsaufenthalt

Das Ausland liegt manchmal schon auf der anderen Straßenseite. Bestätigen wird das jeder, der bereits von Herzogenrath (DE) nach Kerkrade (NL) hinübergehüpft ist oder der sich andere Landesgrenzen in Europa näher ansieht. Die Bewohner von Randregionen tun sich viel leichter, mal eben auf die andere Seite zu wechseln, um dort kurz zu joggen oder zu shoppen … oder vielleicht sogar, um drüben länger zu studieren und jobben.
Was hat man vom Ausland, was man nicht im Inland schon googeln und streetmappen kann, fragen sich viele Bedenkenträger. Vor allem, wo bleibt da die Gemütlichkeit, wenn man in sein aufregendes Traumland fliegt, dort herumreist und arbeitet, in einer Familie aushilft oder sich für ein Semester oder gleich ein ganzes Studium an einer Uni einschreibt? Die Gemütlichkeit ist garantiert, aber zunächst einmal wird es spannend.

Ziele bestimmen

Möchtest du dein lausiges Schulenglisch so weit festigen, dass du für dein restliches Leben davon profitieren kannst? Quer durchs Land stromern und dabei viele interessante Leute für deine Facebook-Seite fotografieren? Zum Frühstück ein Maximum an French Toasts (in den USA) oder Pancakes (in Kanada) vertilgen? Im Praktikum oder Ferienjob für eine Organisation arbeiten, deren guter Name auch auf deinen Lebenslauf ausstrahlt? Möchtest du eher Abstand gewinnen oder zu dir selber finden, aber in jedem Fall frühmorgens im Central Park joggen? Alles ist möglich.

Planen

Finde und vergleiche Angebote (zum Beispiel von Au-Pair- oder Work & Travel-Organisationen). Informiere dich über Sprachtrainings oder Studienmöglichkeiten. Recherchiere in Praktikumsbörsen oder auf internationalen Firmenseiten. Suche nach Jugend- und anderen Organisationen bzw. nach Programmen, die internationale Work-Camps und Projektteilnahmen anbieten. Kalkuliere deine verfügbare Zeit, die Kosten und den erforderlichen persönlichen Einsatz ein. Warte nicht, dass einer kommt und dir ein Reiseprogramm in die Hand drückt. Erwarte vor allem keine Inspiration durch deine Freunde. Manche Wege geht man allein. Das Programm bestimmst du selbst.

Selbstständig reisen, gut ankommen und sich integrieren

Vielleicht stehst du vor der ersten größeren Reise, die du unbegleitet durchführst. Du wirst dich orientieren, oft durchfragen, Alltagsprobleme in einem anderen kulturellen Kontext lösen. Du wirst erfahren, dass interkulturelle Kompetenz nicht heißt, sich ein Kaltgetränk in der Landessprache zu kaufen. Du findest dich dagegen im Dickicht der Sprach-, Benimm- und Verhaltensregeln einer anderen Gemeinschaft zurecht. In einer Welt, die Unbeweglichkeit abstraft und in der Offenheit, Geschmeidigkeit und Verstehen belohnt werden, wirst du deine Anpassungsfähigkeit trainieren. Je eher du startest, umso länger wirst du in der Ausbildung, im Job und im Leben erfolgreich mit anderen arbeiten, leben und feiern.

Etwas mitnehmen

Sich selbst mehr vertrauen. Mutiger sein. Die Dinge und sich selbst klarer betrachten. Nicht mehr alles so eng sehen. Besser erkennen, was anliegt. Eigene Prioritäten setzen. Allein zurechtkommen. Besser mit anderen reden. Mit anderen gut zusammenarbeiten. (Weitgehend) selbst verdienen, was man zum Leben braucht. Freunde fürs Leben finden. Das sind einige Antworten junger Leute auf die Frage, was man von draußen alles mitgebracht hat. Dazu kommt, dass man über vieles einfach besser Bescheid weiß. Dort, wo man einmal war, sind die Menschen nie mehr anders. Dahin, wo man zurückkommt, manchmal schon. Und wie man sich anderswo gemütlich versammelt, auf dem Picknick-Grün oder gemeinsam am großen Tisch, das ist eine Erfahrung, die man nicht missen möchte.

Text: Gerhard Winkler; Foto: Light Impression (fotolia.com)

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